„Das Büro 1. Direktor Beerta“ von J. J. Voskuil

 

 

Das Büro 1: Direktor Beerta

J. J. Voskuil: Direktor Beerta. Das Büro 1

Roman, aus dem Niederländischen übersetzt von Gerd Busse

Erschienen im Oktober 2016 im Verbrecher Verlag

Leinen mit Leseband, ca. 640 Seiten, Preis: 29,00 €, ISBN: 9783957320063

 

1957. Maarten Kooning, ein etwas schüchterner Akademiker, heuert in einem Institut zur Erforschung niederlädischer Volkskultur in Amsterdam an, ebenjenem „Büro“, das von Direktor Beerta geleitet wird.

„Ich werde meine Sache so gut machen, wie es mir möglich ist. So wie ein Tischler einen Schrank macht“, versichert Maarten, doch eigentlich ödet ihn die Arbeit schnell an. Trotzdem erstellt er mit Akribie Landkarten, auf denen verzeichnet wird, in welcher Region man welchem Aberglauben anhängt. Zugleich schildert Voskuil mit großer Detailfreude den Büroalltag, in dem nach Herzenslust gemobbt und gefaulenzt wird.

Daheim erwartet ihn seine Frau Nicolien, die nicht verstehen kann, warum man sein Leben mit Erwerbsarbeit verschwendet. Maartens Leben ist eine einzige Sinnkrise, er verzweifelt an seinem Tun – und kehrt dennoch Tag um Tag ins Büro zurück. Sein Alltag ist für uns ein Lesevergnügen!
Der siebenbändige Romanzyklus »Das Büro« (»Het Bureau«) war in den Niederlanden mit über 400.000 verkauften Exemplaren ein Riesenerfolg. Am Erstverkaufstag der Bände standen in Amsterdam Schlangen vor den Buchläden, und auch hierzulande hat sich eine Fangemeinde gebildet.

 

Johannes Jacobus Voskuil, geboren 1926 in Den Haag, war ein niederländischer Volkskundler. Bereits 1963 veröffentlichte er seinen ersten Roman, doch zur Berühmtheit der niederländischen Literatur wurde er erst mit dem Romanwerk „Das Büro“, dessen erster Teil 1996 und dessen letzter 2000 erschien. Er wurde 1997 mit dem Ferdinand Bordewijk Prijs und 1998 mit dem Libris Prize ausgezeichnet. 2008 starb Voskuil in Amsterdam.

 

Der Übersetzer Gerd Busse und der Lektor Ulrich Faure stellen den Roman gerne vor! Die Lesung ist auch mit einer Schauspielerin oder einem Schauspieler möglich.

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Pressestimmen:

Was die Lektüre des „Büros“ so vergnüglich macht, sind die täglichen kleinen Sticheleien und Streitigkeiten, der Klatsch, die Wissenschaftsintrigen, und natürlich die Figurenzeichnungen. Je weiter man liest, desto weniger kann man davon genug bekommen. […] Dass nun fünf Bände dieser grandiosen Saga der Arbeitswelt auf deutsch erschienen sind, ist eine wahre Freude – wenn man jetzt mit der Lektüre beginnt, ist die Chance gut, dass man zum Ende der Reihe, das auf 2017 projektiert ist, gerade auskommt.“ Enno Stahl / Büchermarkt – Deutschlandfunk

 

„Voskuil schafft es, eine soziale Studie als Lang­er­zählung anzulegen, und das auf zugänglichem Niveau – und dabei dicht an der dem Autor vermutlich ziemlich nahen Hauptfigur namens Maarten Kooning zu bleiben. […] Man freut sich über die kleinen Beschreibungen der Figuren, die Zeichnungen, die genau sind, nie über das Ziel hinausschießend, die nie etwas anderes wollen als: erfassen.“ René Hamann / taz. die tageszeitung

 

„Es ist das Gesetz der Serie: Wenn man erst einmal drin ist im Thema, dann lässt es einen so leicht nicht los. Das gilt auch für das Kunststück, das J. J. Voskuil (1926 – 2008) mit seinem monumentalen Epos „Das Büro“ geglückt ist. (…) Nichts Grundstürzendes so weit das Leserauge reicht – aber erzählt mit feinem Gespür für den Betrieb samt Konkurrenzen und Banalitäten. Und im Büro spiegelt sich selbstverständlich, was im Laufe der Jahre draußen im Lande vor sich geht – zwischen den 50er und den 80er Jahren.“  Martin Oehlen / Kölner Stadt-Anzeiger – Büchermagazin

 

„Voskuil, der selbst 30 Jahre lang im Amsterdamer Meertens Instituut für Volkskunde tätig war, hat das Unmögliche geschafft, die Absurdität eines jahrzehntelangen gleichförmigen Alltags in einer Art Beamtensoap unglaublich komisch zu schildern.“ Regina Stötzel / neues deutschland

 

„Alle Typen von Angestellten sind in dem Institut zu finden, und jeder, der eine längere Zeit in einer größeren Organisation oder Firma gearbeitet hat, wird bei der Voskuil-Lektüre irgendwann, so wie Thomas Glavinic einen (seinen besten) Roman nannte, rufen: „Das bin doch ich“. […] Das Leben schreibt die besten Geschichten, heißt es. Mit J. J. Voskuil hat es einer seiner besten Erzähler gefunden.“ Matthias Wulff / Berliner Morgenpost

 

Editionsplan

Das Büro 1. Direktor Beerta – 978-3-95732-006-3 (Neuausgabe im Verbrecher Verlag: 2016)
Das Büro 2. Schmutzige Hände – 978-3-95732-007-0 (2014)
Das Büro 3. Plankton – 978-3-95732-008-7 (2015)
Das Büro 4. Das A. P. Beerta-Institut – 978-3-95732-009-4 (2015)
Das Büro 5. Und auch Wehmütigkeit – 978-3-95732-010-0 (2016)
Das Büro 6. Abgang – 978-3-95732-011-7 (Frühjahr 2017)
Das Büro 7. Der Tod des Maarten Koning – 978-3-95732-012-4 (Herbst 2017)