Alles schick in Kreuzberg

 

Unter Touristen, Pennern, Gentrifizierten

Von Klaus Bittermann, erschienen im September 2013 in der Edition Tiamat

 

»Für jemanden, dem vor Berlin so graut wie mir, ist dieses Buch ein Quell der Freude: Berlin kann ja auch komisch und menschlich sein!!! Mit Bittermanns Blick fahre ich jetzt wieder gern hin.«

Elke Heidenreich

 

Inhalt:

Und wieder versucht Klaus Bittermann herauszufinden, wie weit die Gentrifizierung in seinem Viertel in Kreuzberg gediehen ist. Er beobachtet eine wundersame Vermehrung junger Franzosen, Engländer und Spanier, er ist den »Miethaien« auf der Spur, die sich als harmlose Rentner tarnen, er bestaunt eine Schießerei auf dem Spielplatz vor seiner Tür, in der es sehr alttestamentarisch zugeht, er schlägt sich im Wellness-Bereich des Berliner Zolls durch, er isst kontaminiertes Sushi, um erleuchtet zu werden, er lernt einen Mann kennen, der mit Teelichtern heizt, er demonstriert vor dem Springer-Hochhaus, wo Bild die rote Karte gezeigt wird, und er recherchiert in einem Tätowierstudio.

Einen Reim kann er sich nicht darauf machen, aber er weiß ganz sicher: Das alles wird sich irgendwann mal aufklären. Sie könnten ihm übrigens dabei behilflich sein. Wie? Ganz einfach. Besorgen Sie sich das Buch. Es soll angeblich wieder ganz lustig sein.

Eine Leseprobe findet sich hier.

 

Klaus Bittermann, Verleger und Autor. Schreibt für die junge Welt jede Woche »Die Blutgrätsche«, für die taz »Berliner Szenen« und bloggt auf www.bittermann.edition-tiamat.de. Veröffentlichte u.a. das Kinderbuch: »Der Aufstand der Kuscheltiere. Eine Räuber- und Pistolengeschichte«, mit Illustrationen von Rudi Hurzlmeier, Zweitausendeins, Frankfurt 2007. »The Crazy Never Die. Amerikanische Rebellen in der populären Kultur«, Berlin 2011. „Alles schick in Kreuzberg“ ist der Folge-Band des erfolgreichen “Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol” (2011).

 

Pressestimmen:

»Bittermann setzt der Welt, wie sie ist, eine Haltung des unbeugsamen Eigensinns entgegen. Bittermann, der ewig junge, rebellische Weltzuschauer, schweift umher und beweist im ab sichtslosen Nebenbei, wofür das Leben wirklich lohnt.«

Brigitta Lindemann / WDR

»Das macht dem Bittermann keiner nach. Nicht dieses Buch. Man sollte ihm dafür den verdammten Büchnerpreis umhängen, so kämpferisch selbstironisch, gelassen, unverkrampft und humorig kommt das schmucke Ding daher; so eingängig, sich jeden schnellen oder auch langsamen Urteils über die Menschen enthaltend, wertfrei, möchte man sagen, angedickt mit einer klassisch anmutenden Heiterkeit. Und Philanthropie. Man kann es kaum glauben. So gut ist es.«

Andreas Niedermann

»Klaus Bittermann ist ein literarischer Werner Heisenberg: Seine Kreuzberg-Miniaturen haben den Charme quantenmechanischer Unschärfen. Die ergeben sich aus Bittermanns abgeklärter Heiterkeit, aus seiner Sympathie für fast alles, was sich anders entwickelt als erwartet.«

Michael Kröher / Manager-Magazin

»Klaus Bittermanns Kolumnen sind Berlin-Literatur der besonderen Art. In ihnen geht es nicht um die Nabelschau in Berlin-Mitte, die zum Erkennungszeichen der Berlinprosa nach dem Mauerfall geworden ist. Hier gehen keine Thirty-Somethings ihren juvenilen Identitätskrisen nach. Stattdessen läuft ein freundlicher Herr mit Hang zur linken Theorie von Guy Debord bis Etienne Balibar ein recht überschaubares Areal ab: Das zivilisatorische Bermudadreieck zwischen Admiralbrücke, Kottbusser Damm und Dieffenbachstraße – wenn man von gelegentlichen Ausflügen nach Friedrichshain, zur 02-Arena oder nach Mitte, zum Dorotheenstädtischen Friedhof etwa, einmal absieht. Klaus Bittermanns Kolumnen sind auch keine Methode der Verbreitung pittoresker Berlin-Schnurren. Obwohl jede Menge der berüchtigten ‚Ballina Schnauze‘, verrauchte Eckkneipen und Menschen in schlecht sitzender Kleidung darin vorkommen. In der Bildenden Kunst erfreut sich derzeit die Methode der Stadtteil-Kartographie großer Beliebtheit, wo von Mietpreisen bis zu Genderfragen alles sehr ernsthaft vermessen wird. Seine Texte sind eine Art Stadtsoziologie mit literarischen Mitteln. Und viel, viel lustiger und verständlicher als diese, sagen wir ‚Biennalenkunst‘.«

Ingo Arend

 

Pressestimmen zum Vorgänger-Band „Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol“:

»Bezaubernde Skizzen.« Südwestrundfunk

»Astrein.« Frank Goosen

»Brutal gut.« Carl Weissner

»Geniale Schnipsel.« Ursula März, Die Zeit

»Wie genau das ist, wie schön, wie komisch, wie wunderbar – die kleine Form als ganz große Literatur.« Jess Jochimsen

»Richtig gut.« Horst Evers