Buchpremieren im Mai 2016

 

 

Der Mai wird aufregend, eine Buchpremiere jagt die nächste, zudem gibt es noch eine Schriftstellertagung, doch lesen Sie selbst:

 


17.05.2016, 20.00 Uhr: „1976. Die DDR in der Krise“

Buchpremiere mit Karsten Krampitz, Moderation Christian Schröder (Tagespiegel).

Das Jahr 1976 war eine Zäsur in der Geschichte der DDR. Ein Erosionsprozess nahm seinen Anfang, der schließlich den SED-Machtapparat einstürzen ließ.

Die Anthologie „Berliner Geschichten“ wurde verboten, der spanische KP-Chef ätzte zum Entsetzen der SED-Führung in Ostberlin gegen Breschnew, der Tod zweier Menschen an der Grenze, die öffentliche Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz, die Ausbürgerung von Wolf Biermann und der Hausarrest für Robert Havemann sorgten für Diskussionen und Proteste.

Karsten Krampitz erzählt von diesem Epochenjahr in einer atemberaubenden Mischung aus Reportage und Essay.

Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Eintritt: 5,- €, ermäßigt: 3,- €

 

Weitere Buchvorstellungen von „1976. Die DDR in der Krise“ mit Karsten Krampitz:

25.05.2016, 19.00 Uhr: Buchvorstellung und Gespräch, Moderation: Salli Sallmann (rbb-Kulturradio)

Ort: Thüringer Staatskanzlei, Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, 10117 Berlin // Eintritt frei, um vorherige Anmeldung bis zum 23.05.2016 per E-Mail an presse[at]verbrecherei.de wird gebeten.

30.05.2016, 19.00 Uhr: Buchvorstellung und Gespräch, Moderation: Prof. Dietrich Mühlberg

Ort: Helle Panke e.V., Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin // Eintritt: 2 Euro

31.05.2016, 20.00 Uhr: Buchvorstellung – Auftaktveranstaltung zu den Linken Buchtagen Berlin (3.-5.06.2016)

Ort: k – fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin // Eintritt frei



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19.05.2016, 19.00 Uhr:  – „Kalanag. Die kontrollierten Illusionen des Helmut Schreiber“

Buchpremiere mit Rolf Aurich, als Gast des Abends zaubert Michael Sondermeyer, der zugleich Hüter des Kalanag-Nachlasses ist.

Helmut Schreiber (1903-1963) war Filmproduzent und trat als Zauberkünstler „Kalanag“ auf. Während des Nationalsozialismus beschleunigte sich seine Karriere, er wurde u.a. Produktionschef der Bavaria, trat vor Hitler auf dem Obersalzberg auf und reiste im Gefolge des Reichsministers Albert Speer nach Nordeuropa und zauberte zur „Weihnachtsfreude“ der deutschen Besatzungssoldaten.

Obwohl sein Entnazifizierungsverfahren voller Widersprüche blieb, gelang ihm nach 1945 ein sagenhafter Neuaufstieg, seine Zaubershow wurde weltbekannt.

Rolf Aurich fand bei seiner Recherche bislang unbekanntes Film- und Archivmaterial und schildert Schreibers wechselvollen Werdegang.

Ort: Deutsche Kinemathek. Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin-Tiergarten 

Eintritt frei

 

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20.05.2016, 20.00 Uhr: „Richtige Literatur im Falschen?

Buchpremiere mit Enno Stahl Ingar Solty bei der Langen Lesenacht im Rahmen der Tagung „Richtige Literatur im Falschen? II“ vor

Bereits 2015 fand im Brecht-Haus ein Schriftstellertreffen unter dem Titel „Richtige Literatur im Falschen?“ statt. Achtzehn Schriftstellerinnen, Schriftsteller und Sozial- und Literaturwissenschaftlerinnen erörterten unter den Schlagwörtern „Schriftsteller – Kapitalismus – Kritik“ die Lage der Literatur im globalen Kapitalismus der Gegenwart.

Alle Diskussionen sind jetzt in einem Dokumentationsband nachlesbar, dessen Erscheinen den feierlichen Auftakt des Abends bestimmt. Mit Beiträgen u.a. von Ann Cotten, Monika Rinck, Ingo Schulze, Michael Wildenhain, Helmut Peitsch, Erasmus Schöfer und Raul Zelik.

Anschließend folgt eine lange Nacht der Lesungen der diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, es lesen: Heike Geißler, Norbert Niemann, Stefan Schmitzer, Erasmus Schöfer, Daniela Seel, Michael Wildenhain, Raul Zelik u. a.

Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Eintritt: 5,- €, ermäßigt: 3,- €

 

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26.05.2016, 20.00 Uhr: „Ich heiße Erik Satie wie alle anderen auch“

Buchpremiere und Konzert mit Tomas Bächli

Der Geburtstag von Erik Satie jährt sich am 17. Mai 2016 zum 150. Mal. Der legendäre Komponist prägte die Neue Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

Der Pianist und Musikschriftsteller Tomas Bächli erklärt die Musik Saties am Klavier, denn Musik versteht man besser, wenn man sie hört. Daher ist auch das Buch „Ich heiße Erik Satie wie alle anderen auch“ als Multimedia-Projekt angelegt: Es wird von einer Website begleitet, auf der Videos, Audiofiles und Notenbeispiele den Buchtext in einer flexiblen Kombination ergänzen.
Tomas Bächli betrachtet den legendären Komponisten allerdings auch unter anderen Aspekten – als Beteiligen an Filmproduktionen, als bildenden Künstler, als Messie.

Weitere Informationen zu diesem umfangreichem Projekt finden Sie unter www.visionbakery.com/ErikSatie, unter dieser Webadresse hat Bächli ein Crowdfunding gestartet.

Ort: Hörsaal Boxhagener Straße, Boxhagener Straße 16, Remise im 3. Hinterhof, 10245 Berlin

Eintritt frei