„Das Brot mit der Feile“ von Christian Geissler

 

 

Das Brot mit der Feile

Christian Geissler: Das Brot mit der Feile

Roman, mit einem Nachwort von Ingo Meyer

Erschienen im September 2016 im Verbrecher Verlag

Leinen mit Leseband, 544 Seiten, Preis: 26,00 €, ISBN: 9783957322012

 

Jan Ahlers ist 17. Er lebt bei seiner Großmutter in Hamburg, malocht auf dem Bau, ist nicht zufrieden mit sich und der Welt. »Alles bloß immer Hund!« ist einer seiner Lieblingssprüche. Die Handlung beginnt 1960, und ein breit angelegtes Milieu fächert sich auf: Bundeswehrsoldaten, ein Sozialarbeiter, ein Franzose, Kommunisten, ein Gangsterboss, ein Arzt, ein NDR-Journalist…

In »Kalte Zeiten« (1965) erzählte Christian Geissler einen Tag im Leben von Jan Ahlers. Mit »Das Brot mit der Feile« (1973) ändern sich die Perspektiven und der Tonfall in Geisslers Prosa. Ahlers gerät mitten hinein in den politischen Aufbruch.

Der Literaturwissenschaftler Ingo Meyer setzt in seinem Nachwort das literaturästhetische Profil des Romans in Bezug zu den Debatten um eine linke Ästhetik und arbeitet die Spezifik von Geisslers »Poetik des Widerstands« heraus.

„Christian Geisslers „Das Brot mit der Feile“ ist eine Widerlegung banaler Realismusvorstellungen und – nicht nur indirekt – ein Plädoyer für Literatur. Ein Glücksfall…“ (Heinrich Vormweg)

 

Detlef Grumbach (Vorsitzender Der Christian-Geissler-Gesellschaft) stellt den Autor und seinen Roman gerne vor!

 

Christian Geissler wurde am 25. Dezember 1928 in Hamburg geboren. Nach einem nie abgeschlossenen Studium der Theologie, Philosophie und Psychologie in Hamburg, Tübingen und München arbeitete er ab 1956 als freier Schriftsteller. Geissler arbeitete u. a. beim NDR, war Mitherausgeber der linken Literaturzeitschrift Kürbiskern, Dokumentarfilmer und Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.
Neben seinem Debüt »Anfrage« (1960) ist »kamalatta« (1988) sein bekanntester Roman. Er lebte zumeist in Hamburg und Ostfriesland und starb am 26. August 2008. Außer seinen Romanen veröffentlichte Geissler zahlreiche Hörspiele, Dokumentarfilme und Lyrik-Bände.

Die Christian Geissler Gesellschaft e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, seine Werke wieder zugänglich zu machen und fördert Veranstaltungen und Fachtagungen. Sie unterstützt auch die Christian-Geissler-Werkschau, die seit 2013 im Verbrecher Verlag erscheint. Im Verbrecher Verlag erschienen bislang die Bände »Wird Zeit, dass wir leben« und »Kalte Zeiten/ Schlachtvieh«.

Zusammen mit dem Literaturforum im Brecht-Haus veranstaltet die Christian Geissler Gesellschaft im Oktober 2016 eine Christian-Geissler-Konferenz, weitere Informationen dazu hier.