Das Büro 2, Schmutzige Hände

 

Roman von J.J. Voskuil

Aus dem Niederländischen übersetzt von Gerd Busse, erschienen 2014 im Verbrecher Verlag

 

„Het Bureau“ –  „Das Büro“ ist Literatur gewordenes Büroleben, wie viele es kennen. Das Romanwerk erreichte Kultstatus in den Niederlanden und wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet.

 

„Das Büro lässt kein Auge trocken – man weiß allerdings nicht, ob vor Lachen oder vor Weinen.“ Iris Berben

„Ich lese Voskuil wahnsinnig gern, und zugleich wird mir schwindlig bei der Vorstellung, ich müsste selbst ein solches Werk schreiben. Es ist eine fast übermenschliche Leistung – mein Kompliment!“ Gerbrand Bakker

 

 

Wie ein langer, ruhiger Fluss plätschern im Amsterdamer Büro für Volkskunde die Jahre 1965-1972 dahin: die Zeit der Studentenrevolte und des revolutionären Aufbruchs. Doch davon ist im Büro selbst nicht viel zu spüren. Nicht einmal ein Umzug bringt merkliche Veränderungen – nachdem die unvermeidlichen Raumverteilungskämpfe erst einmal ausgefochten sind. Man werkelt weiterhin still vor sich hin – oder tut lieber gleich gar nichts.

Der frühere Direktor Beerta kommt auch nach seiner Pensionierung noch täglich zur Arbeit, um sich der Wissenschaft zu widmen, was in seinem Falle vor allem bedeutet: Briefe zu schreiben und sich bei Konflikten auf die Seite des voraussichtlichen Siegers zu schlagen. Maarten und Nicolien Koning beziehen eine hochherrschaftliche Mietwohnung an der Herengracht und schämen sich für ihren neuen Luxus. Das Büro wächst derweil – und die Probleme wachsen mit, etwa in Gestalt der beiden neuen „wissenschaftlichen Beamten“ Ad Muller und Bart Asjes: ewig „krank“ der eine, ein Quertreiber der andere, personelle Totalausfälle beide. Und auch mit dem Großprojekt des „Europäischen Atlas“ läuft es gar nicht gut.

J.J. Voskuil war 30 Jahre lang wissenschaftlicher Beamter am renommierten Meertens-Institut für Volkskunde in Amsterdam. „Het Bureau“  wurde zum Bestseller in den Niederlanden, auch in Deutschland wurden Band 1 und 2 begeistert aufgenommen. „Schmutzige Hände“ ist der zweite Teil des siebenbändigen Romanzyklus, alle weiteren Bände werden halbjährlich veröffentlicht.

Neuigkeiten über „Das Büro“ finden Sie auf Facebook!

 

Johannes Jacobus Voskuil, geboren 1926 in Den Haag, war ein niederländischer Volkskundler. Bereits 1963 veröffentlichte er seinen ersten Roman, doch zur Berühmtheit der niederländischen Literatur wurde er erst mit dem Romanwerk „Das Büro“, dessen erster Teil 1996 und dessen letzter 2000 erschien. 2008 starb Voskuil in Amsterdam.

 

Der Übersetzer Gerd Busse und der Lektor Ulrich Faure stellen den Roman gerne vor! Die Lesung ist auch mit einer Schauspielerin oder einem Schauspieler möglich.

 

Pressestimmen zu „Das Büro 2, Schmutzige Hände“:

„Voskuils Epos über die Welt der Angestellten gewinnt seinen Reiz […] aus der absurden Komik, die in jeder bürotypischen Kommunikation liegt. Man muss kein Niederländer sein, um das zu verstehen, um sich köstlich zu amüsieren und ungeduldig auf weitere Bürogeschichten von J. J. Voskuil zu warten.“

Katharina Borchardt / Deutschlandradio Kultur

 

„… sehr komisch, sehr lakonisch, und vor allem lässt sich mit diesem Buch natürlich ganz wunderbar die eigentliche Arbeit, die man jetzt zu tun hätte, prokrastinieren.“

Oliver Jungen / WDR 3 – Gutenbergs Welt

 

„Das macht süchtig.“

Maik Brüggemeyer / Rolling Stone

 

„Voskuils Romanwerk ist real und unwirklich, komisch und erschütternd, bestes absurdes Theater.“

Sabine Peters / Berliner Zeitung

 

„In einem Wort: grandios!“

Florian Keisinger / FIXPOETRY

 

„Das Buch führt wunderbar durch die Zeitgeschichte. Welche Partei Maarten wählt, was er von der Hochzeit von Beatrix mit Claus hält, wie er im Amsterdam der 68er Jahre demonstriert – all das findet sich. Voskuil zeichnet ein ebenso ironisches wie kritisches Bild der Volkskundler. […] Wenn man erst einmal angefangen hat, lässt einen diese Saga aus der Arbeitswelt nicht mehr los.“

Ralf Stiftel / Westfälischer Anzeiger

 

„Über die Voskuilsche Beamtengalaxis könnte man wie über jeden Kosmos wochenlang sinnieren. Da ist für Aufregung, Herzzittern und Libido gesorgt.“

Helmut Schönauer / Buchkultur – Das internationale Buchmagazin

 

„Und das Vergnügen, das sich angesichts des überbordenden, oftmals bitterbösen Sprachwitzes, der Situationskomik und der trefflichen Charakterisierungen ihres auch internationalen Personals beim Lesen einstellt, lohnt obendrauf jede Lektüre.“

Wolfgang Schiffer / Wortspiele

 

„Jener Teil der Menschheit, der den ersten Band gefressen hat (wie ich), kann sich auf jede Menge neuer  unfähiger Mitarbeiter freuen: einen pensionierten Chef, der gleichwohl weiter beharrlich im Büro sitzt, eine  Übersiedlung – denn das Institut für Volkskultur (darum handelt es sich bei dem Büro) wird mit den Jahren immer größer, auch Maarten Konings (unseres Helden) Abteilung wächst, was ihn aber noch lange nicht so weit bringt, in dem ganzen Tun auch nur geringsten Sinn zu sehen.“

Walter Klier / Wiener Zeitung

 

„… wer einmal die Tür zum Büro öffnet, verlässt es so schnell nicht wieder.“

Annerose Kirchner / Ostthüringer Zeitung

 

„Die nur scheinbar karge Sprache ist psychologisch treffend, die Langzeitbeobachtung bietet nicht zuletzt  eine Alltagsgeschichte der Niederlande und ihrer akademischen Welt über drei Jahrzehnte.“

Paul Stoop / Handelsblatt

 

„Die ZeitSchrift wird nicht mehr alle weiteren Bände einzeln rezensieren können, doch sei den Leserinnen und Lesern schon jetzt gesagt: Wer einmal angefangen hat, sollte und wird bis zum Schluss dran bleiben!“

Karl-Hermann Böker / ZeitSchrift

 

Pressestimmen zu  „Das Büro 1, Direktor Beerta“:

„Als Amerikaner wäre Voskuil für den Nobelpreis vorgeschlagen worden, aber als Amerikaner hätte er dieses abgründige, erschütternde und zugleich urkomische Opus magnum aus der Welt der Geisteswissenschaften eben auch nicht schreiben können.“
Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Voskuils Stärke liegt im Dialog, in seinem Gespür für Situationskomik. Und so gerät man bald in den Sog dieser Prosa, die seltsam beruhigend auf der Stelle tritt.“
Anja Hirsch, WDR 3 Passagen

„Der Erfolg von Voskuils Roman kommt nicht etwa daher, dass hier jemand eine beißende, humoristische oder sonst wie übertreibende Büro-Satire geschrieben hätte. Eher verbreitet das Fehlen gleich welcher Übertreibungen seine eigene, leise humiristische Wirkung.“
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung

„Voskuils Roman ist eine Feldstudie des Büromenschen. Womöglich völlig überflüssig. Aber auf abgründige Weise unwiderstehlich.“
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

„‚Das Büro‘ ist […] mehr als ein Trost-, es ist ein Weltroman. Weil es immer noch in jedem größeren Büro ähnlich zugeht, weil seine Lektüre ist wie das Leben.“
Elmar Krekeler, Die Welt

„Hinterlassen hat Voskuil jedoch ein einzigartiges opus magnum, das mit seiner urkomischen Hintergründigkeit auch bei uns absolutes Kult-Potenzial hat.“
Karl Schönholtz, Hersfelder Zeitung

„Es geht um Zuspätkommen und Kaffepausen, um Kompetenzstreitigkeiten, Bürotratsch, Wehwehchen und nicht zuletzt um Verdächtigungen. In Voskuils Büro ist zwar ein buntes Völkchen an Spinnern am Werk, keine Figur wird als wirklich böse entlarvt, doch tatsächlich verdächtigt jeder jeden – und jeder ist verdächtig.“
Markus Kratzer, ORF (Ö1 Radio)

„Ein abgefahrener Riesenroman – so köstlich wie niederschmetternd.“
Morgenpost Dresden

„Wer ‚Stromberg‘ guckt und Luhmann liest, wird den 800-Seiten-Roman ‚Das Büro‘ des niederländischen Autors J. J. Voskuil lieben.“
Anne Kreby, Jungle World

„Vielleicht liegt es aber genau an jener Entschleunigung, dass man die ersten 850 Seiten dieses wunderbaren, seltsamen, melancholischen, manchmal auch bissigen Romans so widerstandslos ‚wegliest’. Die Suchtgefahr lässt sich also nicht leugnen.“
Gabriele Weingartner, Die Rheinpfalz

„Das Besondere an diesem speziellen Büro sind aber nicht so sehr Intrige und Missgunst, sondern nach Absicht des Autors – und hier erlauben wir uns noch einmal das schöne altmodische Wort – die kafkaeske Unsinnigkeit allen Treibens in diesen Räumen und überhaupt.“
Jochen Jung, Der Tagesspiegel

„Eine literarische Soap Opera“
Nico de Boer, Noordhollands Dagblad

„Das holländische Pendant der mythischen Great American Novel“
Pieter Steinz, NRC Handelsblad

„Ein wichtiger Beitrag zur Volksgesundheit …, Pflichtlektüre für alle Burnout-Kandidaten“
Peter Bügel, Het Parool

„Ja. Das ist Literatur!“
Joyce Roodnat, NRC Handelsblad

„Mit seinem siebenbändigen Romanzyklus ‚Het Bureau’ traf der niederländische Schriftsteller die Seelenlage einer ganzen Nation und avancierte Ende der neunziger Jahre zum Kultautor in seinem Heimatland. … Kühl-distanziert lässt Voskuil Maarten Koning seinen Leidensweg als wissenschaftlicher Angestellter eines real existierenden volkskundlichen Forschungsinstituts in Amsterdam über 30 Jahre lang schildern. … Die niederländischen Fans identifizierten sich so sehr mit dem Büroalltag, dass sie sie den Neuerscheinungen wie in einer ‚Harry-Potter’-Manie entgegenfieberten. Mit einer klugen Publikationsstrategie sowie einer Geheimniskrämerei um die Geschichte verkaufte der Verlag G.A. van Oorschot mehr als 400.000 Exemplare des 5200-seitigen Monumentalwerks. J.J. Voskuil, der an Krebs litt und Sterbehilfe in Anspruch nahm, hatte bewusst den Tag der Arbeit, den 1. Mai, gewählt, um in Amsterdam zu sterben.“
DER SPIEGEL zum Tod von J.J. Voskuil

 

Editionsplan

Das Büro 1. Direktor Beerta – 978-3-95732-006-3 (Neuausgabe im Verbrecher Verlag: voraussichtlich 2015)

Das Büro 2. Schmutzige Hände – 978-3-95732-007-0 (Herbst 2014)

Das Büro 3. Plankton – 978-3-95732-008-7 (Frühjahr 2015)

Das Büro 4. Das A. P. Beerta-Institut – 978-3-95732-009-4 (Herbst 2015)

Das Büro 5. Und auch Wehmütigkeit – 978-3-95732-010-0 (Frühjahr 2016)

Das Büro 6. Abgang – 978-3-95732-011-7 (Herbst 2016)

Das Büro 7. Der Tod des Maarten Koning – 978-3-95732-012-4 (Frühjahr 2017)

Der erste Band ist zur Zeit beim Verlag C.H. Beck erhältlich.