„Das Büro 4. Das A. P. Beerta-Institut“ von J. J. Voskuil

 

 

Das Büro 4: Das A. P. Beerta-Institut.

 

J. J. Voskuil: Das Büro 4: Das A. P. Beerta-Institut.

Roman, aus dem Niederländischen übersetzt von Gerd Busse

Verbrecher Verlag, Dezember 2015, Leinen mit Leseband, 1072 Seiten, Preis: 32,00 €, ISBN: 9783957320094

 

 

Der siebenbändige Romanzyklus „Das Büro“ von J.J. Voskuil ist ein preisgekrönter, niederländischer Bestseller und erreichte Kultstatus. Der Roman über das Amsterdamer Büro für Volkskunde zeigt das Büroleben, wie viele es kennen. Er wurde auch in Deutschland begeistert aufgenommen, sowohl von der Literaturkritik als auch von den Leserinnen und Lesern. Alle weiteren Bände werden halbjährlich im Verbrecher Verlag veröffentlicht.

 

Der vierte Band von Voskuils Kult-Roman „Das Büro“: Wir schreiben die Jahre 1975 bis 1979 im Amsterdamer Büro für Volkskunde, die gekennzeichnet sind durch Krankheit und Katastrophen.

Der alte Direktor Anton Beerta lebt nach seinem Schlaganfall im Pflegeheim und ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Auch der Mutter von Nicolien geht es nicht gut: Sie wird zunehmend dement und muss ebenfalls in ein Pflegeheim. Nicht ganz so schlimm ist es um Ad Muller bestellt, doch seine vielen, mittlerweile chronischen Beschwerden – „müde Augen“, „Rachenpusteln“ und Fieberschübe bis an die 37-Grad- Grenze – zwingen ihn zu langen Pausen vom harten Büroalltag. Bart Asjes, die zweite Stütze in Maarten Konings Abteilung, beginnt ebenfalls zu schwächeln und muss sogar ins Krankenhaus – was glücklicherweise aber auch in seinem Fall keinen dramatischen Produktivitätsabfall für das Büro zur Folge hat.

Überhaupt wird es für die Mannen im Büro zunehmend schwieriger, ihre Tage mit süßem Müßiggang zu füllen, denn plötzlich wird ihnen Leistung abverlangt, und zwar in Form vorzeigbarer Produkte. In der Not veranstaltet man ein Symposium, das allerdings völlig aus dem Ruder läuft, sowie eine kleine Ausstellung für den frisch bestallten Evaluator vom Ministerium. Und kaum hat man geglaubt, alle Angriffe erfolgreich abgewehrt zu haben, schlägt das Imperium erneut zurück: Der Fördermittelgeber verlangt Auskunft darüber, wann endlich mit dem Abschluss der »Bibliografie des geistlichen Lieds in den Niederlanden« zu rechnen ist, eines Projekts, an dem seit zehn Jahren still und leise herumgewerkelt worden ist, ohne dass jemals ein Hahn danach gekräht hätte. Was tun, zumal sich herausstellt, dass die Forschungsfrage seinerzeit falsch gestellt worden ist und es nun vermutlich niemals eine Antwort darauf geben wird?

 

Johannes Jacobus Voskuil, geboren 1926 in Den Haag, war ein niederländischer Volkskundler. Bereits 1963 veröffentlichte er seinen ersten Roman, doch zur Berühmtheit der niederländischen Literatur wurde er erst mit dem Romanwerk „Das Büro“, dessen erster Teil 1996 und dessen letzter 2000 erschien. Er wurde 1997 mit dem Ferdinand Bordewijk Prijs und 1998 mit dem Libris Prize ausgezeichnet. 2008 starb Voskuil in Amsterdam.

 

Der Übersetzer Gerd Busse und der Lektor Ulrich Faure stellen den Roman gerne vor! Die Lesung ist auch mit einer Schauspielerin oder einem Schauspieler möglich.

Neuigkeiten über „Das Büro“ finden Sie auf Facebook!

 

Pressestimmen:

„Vielmehr gewinnt der Text seine untergründige, beim Lesen immer mehr wachsende Spannung dadurch, dass sich dieses Büro und sein Held auf sehr grundsätzliche Weise mit „Kultur“ befassen und dabei ihrerseits der Spiegel einer so liberalen und selbstreflexiven wie der niederländischen in den siebziger Jahren sind.“

Mark Siemons / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

„Es ist ein Leseerlebnis, es ist etwas Besonderes.“

Eva Karnofsky im Gespräch mit Katharina Borchardt / SWR 2 – Forum Buch

 

„Wo Knausgård auf radikale Subjektivität und anscheinend grenzenlose Selbstentblößung setzt, tritt Voskuil hinter seine Figuren zurück und verortet sie im Kontext ihrer Zeit. Das Ergebnis ist ein feinsinniges und zugleich bitterböses Genrebild der niederländischen Gesellschaft der Nachkriegszeit, das den Vergleich mit den großen Gesellschaftschroniken des 19. Jahrhunderts nicht scheuen muss.“

Florian Keisinger / FIXPOETRY

 

„Der riesige Erfolg in Holland beruht natürlich einerseits auf der Identifikation der Bevölkerung mit einem real existierenden Institut […]. Andererseits aber auch auf den Gesetzen und Wirkungen, die Fortsetzungen haben und die eben nicht nur in Holland gelten: der Sucht nach immer mehr Information, immer mehr Geschichten über bekannte Charaktere und Strukturen auf einer immer gleichen überschaubaren Bühne. Endlos laufende Serien sind eine Droge.“

Peter Urban-Halle / Deutschlandradio Kultur

 

„Wunderbar unterhaltsam und nach Informationen aus erster Hand beschreibt der Autor die Banalität des Alltags von wissenschaftlichen Beamten, die mit der niederländischen Volkskultur befasst sind. […] Es ist speziell die für Menschen jenseits solcher Mikrokosmen unbegreifliche bis nutzlose Geistesarbeit –  in einer Zeit vor Drittmittelmangement und Exzellenzclustern -, über die Voskuil sich mit viel Selbstironie lustig macht.“

Regina Stötzel / neues deutschland

 

 
Editionsplan

Das Büro 1. Direktor Beerta – 978-3-95732-006-3  (Neuausgabe im Verbrecher Verlag: voraussichtlich Frühjahr 2016)

Das Büro 2. Schmutzige Hände – 978-3-95732-007-0  (Herbst 2014)

Das Büro 3. Plankton – 978-3-95732-008-7  (Juni 2015)

Das Büro 4. Das A. P. Beerta-Institut – 978-3-95732-009-4 (Dezember 2015)

Das Büro 5. Und auch Wehmütigkeit – 978-3-95732-010-0 (Mai 2016)

Das Büro 6. Abgang – 978-3-95732-011-7  (Herbst 2016)

Das Büro 7. Der Tod des Maarten Koning – 978-3-95732-012-4  (Frühjahr 2017)

Der erste Band ist zur Zeit beim Verlag C.H. Beck erhältlich.