„Ein anderes Blau“ von Benjamin Stein

 

 

Ein anderes Blau

 

Benjamin Stein: Ein anderes Blau

Verbrecher Verlag, 2015, Leinen mit Leseband, 112 Seiten, Preis: 19,00 €, ISBN: 9783957320827

 

In einer Großstadt bricht ein Bus durch die Straßendecke hindurch in einen U-Bahn-Tunnel. Mehrere Menschen sterben. Zwei von ihnen – ein Mann Mitte dreißig und eine junge Frau – können erst nach Wochen geborgen werden.

Unter dessen fristen die beiden eine Existenz in einem Reich zwischen Leben und Tod, Träumen und Ahnungen, Tanz und Taumel. Sie finden sich wieder in der dünnen Wand zwischen zwei Wohnungen, einem leeren Raum zwischen zwei fremden Leben, in dem nur sie sich bewegen können.

Sie versuchen, den Abschied hinauszuzögern, den Abschied von ihren Irrtümern und sorgsam verborgenen Gefühlen, liebevollen und erschreckenden Erinnerungen. Und wenn sie auch nicht umkehren können, verändert sich auf dem letzten Stück Weg doch noch einmal ihr Leben und das der Menschen zu beiden Seiten der Wand – unbemerkt vom Rest der sie umgebenden Welt.

»Ein anderes Blau« erschien 2008 nur in einer Kleinstauflage und ist seit Jahren vergriffen. Für diese Ausgabe hat Benjamin Stein den Text komplett überarbeitet und mit einem neuen Nachwort versehen.

 

Benjamin Stein, geboren 1970 in Ostberlin, lebt heute in München. Seit 1982 veröffentlichte er Lyrik und Kurzprosa in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Nach der Wende studierte er Judaistik und Hebraistik in Berlin. Seit 1998 arbeitet er freiberuflich als Berater im Bereich der Informationstechnologie. Von 2006 bis 2008 war er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift spa_tien. Er betreibt das literarische Weblog Turmsegler. Seine Lyrik und Prosa wurde mehrfach ausgezeichnet.

»Das Alphabet des Juda Liva« war 1995 sein erster Roman, 2010 folgten »Die Leinwand « und 2012 »Replay«. Im Verbrecher Verlag hat Benjamin Stein die gesammelten Gedichte seiner Mentorin Charlotte Grasnick unter dem Titel »So nackt an dich gewendet« (2010) herausgegeben, zudem erschien die Neufassung seines Debütromans unter dem Titel »Das Alphabet des Rabbi Löw« (2014). Benjamin Steins Werke wurden in zehn Sprachen übersetzt.

 

Pressestimmen:

 

„… Stein erzählt ins Offene hinaus. Das beherrscht derzeit keiner wie er.“

Andreas Platthaus / Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

„Dieser unzeitgemäße Mut, mit den Mitteln der Literatur die Bedingungen unserer Existenz noch einmal radikal zu hinterfragen, ringt einem Respekt ab und macht Ein Anderes Blau zu einer ungewöhnlichen, zeitlosen Leseperle.“

Gisa Funck / WDR 3 – Kulturmagazin Mosaik

 

„Die verdichtete Sprache hat auch eine soghafte Kraft.“

Antje Weber / Süddeutsche Zeitung

 

„“Ein anderes Blau“ ist weder Roman noch Erzählung, sondern poème en prose. […] Diese Prosa ermöglicht den Abstand, um mit den Stimmen zu reisen, vielleicht auch gerade dann, wenn man sie schon wieder verlassen hat. Sie ist lyrisch in der Form, innovativ im Umgang mit dem Grauen, das sie mehr andeutet als spektakulär ausschlachtet.“

Dieter Wenk / Textem. Texte und Rezensionen

 

„… die Sprache oder besser gesagt die Sprachen machen das Buch zu einem Erlebnis …“

Christian Eidloth / ekz. bibliotheksservice

 

Bei Interesse an einer Lesung sende ich Ihnen gerne weitere Informationen zu!