Eine Tonne für Frau Scholz

 

von Sarah Schmidt

Roman, erschienen im  Verbrecher Verlag, hier zur Leseprobe

 

»Nina Krone lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Eine Heldin, von der man sich eine Scheibe abschneiden kann.« Mareike Ilsemann / Bücher – Das WDR 5-Literaturmagazin

 

Nina Krone wohnt im letzten unsanierten Mietshaus der Gegend, klar, dass man hier noch mit Kohle heizt. Und keiner der Nachbarn ist unter 50 Jahre alt … Eines Tages kann sie es nicht mehr ertragen, das Leiden an der Welt, das ihre Nachbarin, Frau Scholz, vor sich herträgt. Um ihr demonstratives Schnaufen beim Kohleschleppen nicht mehr mit anhören zu müssen, beginnt sie damit, ihr jeden Tag einen Eimer Kohle vor die Tür zu stellen. Das freut Frau Scholz zuerst gar nicht, doch dadurch kommen sie ins Gespräch.

Auch Nina hat ihr Päckchen zu tragen: Ihre Arbeit frustriert sie, ihr Chef wird immer seltsamer und ihr Freunde, tja, da gibt es nicht viele. Sie steckt in einer Sinnkrise, und zu allem Überfluss konfrontiert ihr Sohn Rafi sie mit der Nachricht, dass er und sein Freund zusammen mit einem lesbischen Pärchen ein Kind bekommen möchten. Ihre Tochter Ella wiederum wirkt so diszipliniert und nur auf ihr berufliches Fortkommen fixiert, geradezu unheimlich …

 

Sarah Schmidt hat einen kleinen Roman-Ausschnitt für ein Video eingelesen, anschauen können Sie es sich unter: https://www.youtube.com/watch?v=LaWj3YEkmW4

Eine tolle Kurzrezension samt Hörproben aus „Eine Tonne für Frau Scholz“ gibt es auf FLUX.FM, gelesen von Jörg Petzold, online unter: fluxfm.de/lesen-lesen-lassen-eine-tonne-fuer-frau-scholz-von-sarah-schmidt/

 

Sarah Schmidt wurde 1965 in Dinslaken am Niederrhein geboren und zog 1976 mit der Familie nach Westberlin. Seit 1981 lebt sie in Kreuzberg und arbeitet seit 1994 als Autorin. Von 1995 an gehört sie als Stammmitglied zum „Frühschoppen“, der ersten Lesebühne Deutschlands, und war über viele Jahre hinweg die einzige Frau auf Berlins Lesebühnen. 2003 erhielt sie das Autorenstipendium des Rowohlt-Ledig-Houses, New York. Sie veröffentlicht regelmäßig Texte in Anthologien und Zeitschriften. 2006 hatte ihr Theaterstück über Billie Holiday „Strange Fruit“ Premiere. Im Verbrecher Verlag erschienen der Roman „Dann machen wir’s uns eben selber“ (2004) und die Erzählbände „Bad Dates“ (2007) und „Bitte nicht freundlich“ (2010). Mehr unter: www.sarah-schmidt.de

 

Pressestimmen:

„Der Ton ist wirklich grandios komisch und auch klug. […] Statt Rührseligkeit bleibt am Ende eine Heldin, die eben nicht verzweifelt, sondern wieder ein Stück mehr über sich und die Welt gelernt hat und dabei begleitet man sie sehr sehr gerne.“

Gesa Ufer / Radio Eins (rbb), hier das ganze Gespräch zum nachhören.

 

„Ganz schönes Buch, sehr liebevoll, sehr witzig, ein ganz kleines bißchen traurig, muss auch sein, so wie die Prise Salz im Vanillepudding.“

Monika Burghard / radio BERLIN (rbb), hier ist die komplette Rezension nachzulesen.

 

„Im Zentrum des Textes stehen zwei faszinierende Frauen, die zornige, zweifache Mutter Nina Krone, der Heim und Job als allein selig machender Lebensinhalt ziemlich egal sind, und die 79-jährige herrlich  bärbeißige Frau Scholz. […] Ein köstlicher Roman über zwei Generationen, die in einem Hinterhofhaus, in Berlin wohnen.“

Stefan Brams / Neue Westfälische

 

„Ich habe für diese Buchmesse gute 2000 Seiten gelesen, aber keine so geliebt wie diese 200 von „Eine Tonne für Frau Scholz“.“

Joachim Scholl / Deutschlandradio Kultur (Leipziger Buchmesse 2014)

 

„Leise und unscheinbar entwickelt sich der Roman der 48-jährigen Sarah Schmidt zum Offenbarungseid einer Generation, die angetreten ist, doch alles besser zu machen als die ihrer Eltern — und letztendlich trotz aller Liebe und allen Bemühens an ganz anderen Punkten scheitert. Ach ja: Witzig geschrieben ist die Geschichte auch.“

Gudrun Bayer / Nürnberger Nachrichten

 

“Das Buch kommt erstmal ganz unaufgeregt daher, hat eine wunderbare, einfache Sprache, tolle Dialoge und entpuppt sich dann als herrlich bitterböser, witziger Offenbarungseid einer Mitvierzigerin …”

Jörg Petzold / Flux.FM

 

“Gerade durch den Wegfall von vermeintlich berlintypischen Szenen wie dem ganzen Clubgeschehen und geilen After Hours gelingt der Kreuzbergerin Schmidt genau das: ein Berlin-Roman. Und zwar einer, der durch seine Scharfzüngigkeit, seinen Humor und seine genaue Analyse mit Abstand zum Besten gehört, was in letzter Zeit über Berlin geschrieben worden ist!”

Roberto Manteufel / Siegessäule

 

„Sarah Schmidts Roman lässt die Leserin abwechselnd aufjaulen vor Mitgefühl angesichts idiotischer ZeitgenossInnen und laut lachen über den Alltagskrampf der Protagonistin. Dass auch Nina Krone nicht vor eigenen Vorurteilen gefeit ist, macht sie zu einer besonders glaubwürdigen Figur. Schade, dass es dieses zerbeulte Hinterhaus mit seinen nicht weniger zerbeulten BewohnerInnen nicht wirklich gibt.“

Claire Horst / AVIVA BERLIN – Online Magazin für Frauen

 

„Aus dieser Konstellation hat Sarah Schmidt einen großartigen Roman geformt.“

Klara Groß / Missy Magazin

 

„Sarah Schmidt ist mit Nina Krone eine äußerst sympathische Figur gelungen, die allem und jedem skeptisch gegenübersteht. Wie sie sich und ihre Umwelt inspiziert und bewertet, das ist wunderbar zu lesen.“

Sacha Brohm / Ultimo Bielefeld

 

„Ein Roman mit viel Witz, in dem jeder ein Stück von sich entdecken kann. Lesenswert!“

Kerstin Kramer / literaturkritik.de