Endlich erschienen: „Direktor Beerta. Das Büro 1“ von J.J. Voskuil

 

 

Nun liegt auch der 1. Band des niederländischen Klassikers „Das Büro“ von J. J. Voskuil in deutscher Übersetzung im Verbrecher Verlag vor.

1957 nimmt Maarten Koning, ein etwas schüchterner Akademiker, eine Stelle in einem Institut zur Erforschung niederländischer Volkskultur in Amsterdam an. Bald entdeckt er, wie sinnlos seine Arbeit ist, sie ödet ihn an, und dennoch kehrt er jeden Tag pflichtbewusst ins Büro zurück. Voskuil schildert mit großer Detailfreude einen Büroalltag, in dem nach Herzenslust gemobbt und gefaulenzt wird.

Der Romanzyklus „Das Büro“ umfasst sieben Bände, Band 2 bis 5 wurden bereits im Verbrecher Verlag veröffentlicht.

 

Das Presseecho ist mehr als positiv:

„Voskuil macht keine billigen Scherze über das Büro, nichts liegt ihm ferner als in Stromberg-Manier sein Personal in Knallchargen zu verwandeln. Er liebt die Leute, noch während er den Kopf über sie schüttelt. […] Ein ums andere Mal wird man eingesaugt in diese Gegengegenwart, hält die langweiligsten Dialoge aus, schüttelt sich, erkennt sich, lacht und staunt. Das bin ja ich.“

Elmar Krekeler / DIE WELT

„Das Leben schreibt die besten Geschichten, heißt es. Mit J. J. Voskuil hat es einer seiner besten Erzähler gefunden.“

Matthias Wulff / Berliner Morgenpost

„Voskuil, der selbst 30 Jahre lang im Amsterdamer Meertens Instituut für Volkskunde tätig war, hat das Unmögliche geschafft, die Absurdität eines jahrzehntelangen gleichförmigen Alltags in einer Art Beamtensoap unglaublich komisch zu schildern.“

Regina Stötzel / neues deutschland

„Voskuil schafft es, eine soziale Studie als Lang­er­zählung anzulegen, und das auf zugänglichem Niveau – und dabei dicht an der dem Autor vermutlich ziemlich nahen Hauptfigur namens Maarten Kooning zu bleiben. […] Man freut sich über die kleinen Beschreibungen der Figuren, die Zeichnungen, die genau sind, nie über das Ziel hinausschießend, die nie etwas anderes wollen als: erfassen.“

René Hamann / taz. die tageszeitung

„Es ist das Gesetz der Serie: Wenn man erst einmal drin ist im Thema, dann lässt es einen so leicht nicht los. Das gilt auch für das Kunststück, das J. J. Voskuil (1926 – 2008) mit seinem monumentalen Epos „Das Büro“ geglückt ist. (…) Nichts Grundstürzendes so weit das Leserauge reicht – aber erzählt mit feinem Gespür für den Betrieb samt Konkurrenzen und Banalitäten. Und im Büro spiegelt sich selbstverständlich, was im Laufe der Jahre draußen im Lande vor sich geht – zwischen den 50er und den 80er Jahren.“

Martin Oehlen / Kölner Stadt-Anzeiger – Büchermagazin