Großraumtaxi

 

Berliner Szenen von Björn Kuhligk

Erschienen im Oktober 2014 im Verbrecher Verlag, hier zur Leseprobe

 

„Kuhligk erzählt von einem Berlin fern der ökologisch korrekten Bionade-Eltern und netz-euphorischen Laptop-Bohemiens. Ein Arme-Schlucker-Berlin, das stellenweise erstaunlich viel Ähnlichkeit mit dem Sponti-Westberlin vor dem Mauerfall besitzt. Zugleich aber zeigt er auch ein Berlin der Überlebenskünstler, der schrägen Originale und stillen Helden, denen sein Buch ein unpathetisches Denkmal setzt.“

Gisa Funck / Büchermarkt – Deutschlandfunk

 

Inhalt:

Berlin ist der Protagonist in Björn Kuhligks Alltagsbeobachtungen, die er zwischen Lankwitz und Spandau, zwischen Müggel- und Schlachtensee macht. Kuhligk läuft mit seinen Kindern durch die Stadt, fährt Taxi, besucht Kneipen und entdeckt die Berliner Stadtmusikanten. In seinen Reportagen begleitet er Zeitungszusteller, 1. Mai-Demonstranten und Rummelbesucher. Und nicht zuletzt beschreibt er die Veränderungen einer Ostberliner Arbeiterkneipe.

Kuhligk schildert den U-Bahn-Bettler, der seit Jahren von Astronautennahrung lebt, den Typen in der Eckkneipe, der für 20 Euro Wind machen würde, schwere Melancholiker, die musizieren und Lars Eidinger, der Theaterbesucher anpöbelt. Er erzählt von spätpubertierenden Hipstern in Mitte, einer unsicheren Malerin in ihrem Atelier, einem Besuch im Bürgeramt, einem Kleinverleger, der mit 100 Bücherkisten umzieht, dem Bambus-Gott im Zoo und drei Mädchen, die beim Klauen erwischt wurden.

Björn Kuhligks Glossen und Reportagen über Berlin, über das Leben als Dichter und alleinerziehender Vater sind ironisch, launig und lustig, und nur ein bisschen böse.

 

Björn Kuhligk wurde 1975 in Berlin geboren. Er schreibt Lyrik und Prosa und veröffentlichte mehrere Bücher sowie Beiträge in zahlreichen Anthologien. 1997 gewann er den Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, 2007 erhielt er das Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung, im Jahr darauf das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2013 erhielt er den Kunstpreis Literatur von Lotto Brandenburg.
Zuletzt erschienen: „Von der Oberfläche der Erde.“ (2009) „Bodenpersonal“ (2010), „Die Stille zwischen null und eins“ (2013) und „Wir sind jetzt hier. Neue Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ (2014, gemeinsam mit Tom Schulz).

 

Pressestimmen:

„Er ordnet sich ein in die Reihe der großen Berlin-Erzähler, und erzählt so ein Berlin, das man auch erleben möchte. […] Das sind Texte, die eine ungeheure Empathie erzeugen.“

David Wagner / radioeins vom rbb – Sendung Literaturagenten

 

„Geschichten, die immer sehr genau und sehr effizient erzählt sind, an denen kein Wort zu viel, zu selbstgefällig, zu geschwätzig ist, in denen sogar Freunde und Freundinnen nur abgekürzt auftauchen. […] Er ist neugierig, ohne aufdringlich zu sein. Genau, ohne zu langweilen. Ernüchtert, ohne zu klagen. Sacht melancholisch, ohne ins Horn der Trübsal zu stoßen.“

Klaus Ungerer / Die Welt

 

„Die kleine Form – bei ihm fängt sie an zu funkeln!“

Dirk Knipphals / taz

 

„Björn Kuhligk ist ein Meister der Kürzestkolumne, auch wenn er zwischendrin mal ausführlicher anhebt.“

Erhard Schütz / Der Freitag

 

„Den Alltagsgeschichten auf der Spur zieht Björn Kuhligk als sympathischer Beobachter quer durch die Straßen Berlins. Dabei richtet er seinen Blick nicht einfach nur starr auf die eigene Umgebung, sondern verknüpft seine Stadt mit all ihren fabelhaft auftretenden Eigentümlichkeiten.“

im gegenteil – Online Magazin

 

„Seine meist kurzen Berliner Szenen […] sind von hinreißender Beiläufigkteit.“

Tip Berlin

 

„Tipps und Tricks fürs Überleben in der Großstadt. Boris Kuhligk geht dahin, wo Berlin richtig weh tut.“

Radio Fritz – rbb