Kolja. Erzählungen aus Israel

 

von Chaim Noll, Verbrecher Verlag

 

„Chaim Noll […] beobachtet mit der Genauigkeit des Chronisten. Am Ende steht nicht ein anderes Israel, sondern viele.“ Cornelia Fiedler / Süddeutsche Zeitung

Chaim Noll ist im Oktober 2013 in Deutschland auf Lesereise! Einige Termine sind noch frei, bei Interesse bitte melden.

 

Inhalt:

Was bedeutet es für den aus Italien eingewanderten Alessandro, dass sich die jüdische Abstammung seiner Mutter nicht klären lässt? Warum ändert der Krieg Michaels Verhältnis zu Henry James grundlegend? Und warum ist in der Wüste mitten im Sommer Weihnachten? Und Kolja? Der stammt eigentlich aus Russland und fällt im Kampf für seine neue Heimat. Was passiert jetzt mit seinem Leichnam?

Chaim Noll erzählt mitreißend und in schöner Sprache kleine Begebenheiten und große Lebensgeschichten. In seinen Erzählungen entwirft er ein Portrait der heutigen israelischen Gesellschaft.

 

Chaim Noll wurde 1954 in Ostberlin als Sohn des Schriftstellers Dieter Noll geboren. Er verweigerte den Wehrdienst in der DDR und reiste 1983 nach Westberlin aus. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel.

Veröffentlichungen: »Der Abschied« (1985), »Berliner Scharade« (1987), »Nachtgedanken über Deutschland« (1992), »Die Wüste lächelt« (2001), »Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel« (mit Lea Fleischmann, 2006). Im Verbrecher Verlag bisher erschienen: »Der Kitharaspieler« (Roman, 2008), »Der goldene Löffel« (Roman, 2009), »Feuer« (Roman, 2010). Siehe auch: www.chaimnoll.com

 

Pressestimmen:

„Chaim Noll […] beobachtet mit der Genauigkeit des Chronisten. Am Ende steht nicht ein anderes Israel, sondern viele. Manche Erzählungen lesen sich zunächst wie Parabeln. Noll evoziert schnelle Interpretationen entlang bekannter Konfliktlinien – orthodox/säkular, jung/alt, muslimisch/jüdisch – setzt sie aber dann mit spürbarem Vergnügen hinterrücks außer Kraft.“

Cornelia Fiedler / Süddeutsche Zeitung

„Ohne alle ideologische Schönfärberei erfährt man hier von der komplexen Wirklichkeit eines Landes, das die einzige Demokratie im Nahen Osten ist. […] Im Grunde genommen ist dieses Buch hervorragend. Es zeigt denen, die von Israel alles zu wissen glauben, sehr viel, was sie nicht wissen. […] Dieser Geschichtenband ist ein Roman, ist eine menschliche Komödie, auf nahöstliche Weise, und ein Roman aus vielen Episoden, so könnte man ihn auch bezeichnen, und er verdient sehr, sehr viele Leser.“

Marko Martin / Deutschlandradio Kultur

„Selten enthält Nolls wunderbar lakonischer Erzählstil eine Wertung. Im Minimalismus zurückgenommen, malt er nichts aus, sondern hält seine Beobachtungen in klaren Bildern fest. Seine Menschen- und Landschaftsbilder enthalten nichts Schwelgerisches, selbst dann, wenn der Autor schwärmt. Chaim Nolls Geschichten aus Israel bestechen durch ihren angenehm warmen Grundton, das genaue Hinsehen und manch sympathische Einsicht.“

Tobias Prüwer / Jüdische Allgemeine

„Rund vierzig „Geschichten aus Israel“ hat Noll in „Kolja“ versammelt. Und zeichnet damit ganz unaufgeregt ein aufregendes und vielschichtiges Porträt der israelischen Gegenwartsgesellschaft – mit überraschenden Konfliktlinien jenseits der sattsam bekannten Stereotype. Und viel Raum für Hoffnung.“

Robert Matthies / Taz

„Mit wenigen, oft skizzenhaft klingenden Sätzen gelingen ihm treffsicher Ausschnitte jener Normalität, in der Historie und Moderne verschmelzen. […] Es ist jedoch von besonderem Charme, wie Chaim Noll über die Figur einer aus Indien stammenden Postmitarbeiterin, die nur begrenzt des Lesens fähig ist und daher eine Menge Briefe falsch zustellt, einen Vorschlag zur Konfliktlösung einbringt. Denn plötzlich fangen die Menschen an, miteinander zu reden, kommen sich näher und bringen Respekt für den anderen auf.“

Michael Ernst / Dresdener Neueste Nachrichten

„… so unterhaltsam und fesselnd, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legt. […] Nolls Geschichten (eröffnen) überraschende Einblicke in den Alltag und das Lebensgefühl unter außergewöhnlichen Umständen.“

Ingrid Müller-Mertens / Berliner Umschau

„In kurzen, leichtfüssigen Erzählungen entwirft der Autor ein Porträt dieser vielfältigen, multikulturellen Gesellschaft.“

tachles – Das jüdische Wochenmagazin

»Der Band »Kolja« versammelt unterschiedlichste Erzählungen, manche nur wenige Seiten lang, dabei pointiert und gehaltvoll zwischen den Zeilen. Andere sind breiter, oft novellenartig um eine unerhörte Begebenheit kreisend – wie »Der Abtrünnige« über den jungen Chagai, fünftes von neun Kinder ultrareligiöser Eltern. (…) Es sind sehr authentische israelische Erzählungen, die Chaim Noll vorstellt.«

Walter Kaufmann / neues deutschland

»Fesselnde Erzählungen, die dem Leser eine schwer zu fassende Gesellschaft näher bringen.«

Neue Westfälische

„Chaim Noll zeichnet in seinen 37 kleinen Erzählungen ein aufregendes Bild vom Alltag in einem der kleinsten und spannendsten Länder der Welt. Es ist ein emotionales Porträt, das sich dem Innenleben des jüdischen Staates annähert. Noll erzählt ungekünstelt, berichtend, realistisch.“

Stefan Seidel / Der Sonntag – Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen

„Chaim Noll […] entwirft ein Bild seiner Wahlheimat jenseits verbreiteter Stereotype, wie wir sie aus dem Fernsehen kennen. […] Israel erscheint in Chaim Nolls Geschichten nicht mehr nur als ein Land der Raketeneinschläge und Bombenexplosionen, sondern auch als eines großer Vitalität und Anziehungskraft, die es gerade auf junge Leute, Juden wie Nichtjuden, ausübt.“

Robert Schröpfer / Freie Presse

„Noll aber interessiert sich für die kleinen, unspektakulären Meldungen und erzählt unaufgeregt aus der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft. […] Begeistert und staunend folgt man den Geschichten Nolls, der in einer schönen und wunderbar leichten Sprache Lebensgeschichten skizziert.“

Catrin Dingler / Woxx – Luxemburgische Wochenzeitung

„Nolls Geschichten beschreiben ein Ereignis ein Erlebnis, eine Veränderung. Manchmal reichen zwei, drei Seiten dafür aus. Und das ist schließlich auch das Überzeugende an dieser ruhigen, klaren Prosa: dass da kein Satz zu viel oder zu wenig ist.“

Nikolaus Stenitzer / Falter

„Noll versucht nicht mehr und nicht weniger, als die Lücken literarisch auszufüllen, die die Nachrichtenagenturen offenlassen.“

Der neue Tag – Oberpfälzischer Kurier