Königin im Dreck

Texte zur Zeit. Von Ronald M. Schernikau, herausgegeben von Thomas Keck, Verbrecher Verlag

„Herausragende Prosastücke gegen den Zeitgeist.“ (Tobias Amslinger / Edit)

 

Inhalt:

Dieses Buch versammelt erstmals Beiträge von Ronald M. Schernikau für Zeitungen, Journale und Anthologien. Zeittexte – Reportagen, Gedichtinterpretationen, Berichte, Glossen, Interviews –, die nach wie vor brennenden Fragen nachgehen: Wieso sind die Schlager der DDR so gut? Was macht ein revolutionärer Künstler ohne Revolution? Ficken mit AIDS? Das Besondre am Sonett? Wie wird ein Brötchen ein Brötchen im Sozialismus? Wofür verkaufe ich mich eigentlich, wie gehe ich mit Größe durch den Schund der Zeit? Die umfassende Auswahl belegt noch am kleinsten Text Schernikaus Zugriff: Leben ohne Haltung, Kunst ohne Politik wird nicht zu haben sein.

Ronald M. Schernikau, geboren 1960 in Magdeburg, DDR, aufgewachsen in Hannover, BRD. 1980 Umzug nach Westberlin, Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie. Ab 1986 Studium am “Institut für Literatur Johannes R. Becher” in Leipzig, DDR. 1989 Staatsbürgerschaft der DDR und Übersiedlung nach Berlin. Dramaturg Hörfunk und Fernsehen bis zu seinem Tod 1991. Veröffentlichungen: “kleinstadtnovelle” (1980), “die tage in l.” (1989), “dann hätten wir noch eine chance” (1992), “legende” (1999). Siehe auch www.schernikau.net

Der Herausgeber Thomas Keck stellt Werk und Autor gerne vor!

 

Pressestimmen:

„Überhaupt regiert der Witz in vielen der Beiträge dieses Buches. Wer Witze macht, gewinnt Distanz – sei es, um sich aus allen Konflikten herauszuziehen, sei es, um Kraft für Konflikte zu sammeln. Dass für Schernikau die zweite Möglichkeit galt, beweisen die politischen Stellungnahmen in diesem Band.“

(Kai Köhler / literaturkritik.de)

„Die vom Schernikau-Lebensgefährten Thomas Keck liebevoll edierte Auswahl verblüfft. Interviews, Prosaskizzen, Reportagen, Rezensionen behandeln Fragen wie “die Kälte, die deutsche Frage und Mein Lala am Klavier”, “Können Tunten ernst sein?”, “Was macht ein revolutionärer Künstler ohne Revolution?”. (…) Schernikau stellt sich nicht dumm, er kombiniert vielmehr Naivität mit Reflektion und steht insofern ganz in der Tradition des Brechtschen Verfremdungseffekts.“

(Volker Gransow / KULTURATION – Online Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik)