Kriemhilds Lache. Neue Erzählungen aus dem Leben.

 

Von Jörg Schröder und Barbara Kalender, mit Illustrationen von F.W. Bernstein.

Erschienen im September 2013 im Verbrecher Verlag

 

„… Fragmente einer leckgeschlagenen Gegenwart, mit dem aberwitzig guten und aberwitzig schlechten Titel „Kriemhilds Lache“ – ein einziger Gute-Laune-Gnadenstoß für eine herrlich verrottete Welt …“ DER SPIEGEL

 

Inhalt:

Erzählungen werden selten erzählt, sondern meist am Schreibtisch oder auf dem Laptop geschrieben. Das merkt man ihnen in der Regel auch an. Bei Schröder & Kalender ist es anders, das legendäre Autorenpaar erzählt sich die Geschichten gegenseitig.

So entstehen absurde und komische Alltagsgeschichten über Steuerparadiese, gescheiterte Buchprojekte mit Berufsverbrechern, über den Zufall als Pseudonym Gottes, den Winter in der Provence und eine imaginäre Lotterie. Die hier versammelten Texte wurden zum Teil den Folgen von »Schröder erzählt« entnommen, zum Teil sind es neue Erzählungen aus dem Leben. »Kriemhilds Lache« ist Anstoß für eine neue Erzählkultur.

Der Zeichner F.W. Bernstein, geb. 1938 in Göppingen, ist Doyen der Neuen Frankfurter Schule und hat die Erzählungen opulent illustriert.

Hier der Link zur Leseprobe.

„Die beiden sind eine ganze Menge: Schriftsteller, Verleger, Blogger und Kolumnisten. Bei Schröder & Kalender ist so viel mehr Substanz als bei den meisten anderen. Wenn sie reden und schreiben, dann schöpfen sie daher immer aus dem Vollen.“ Kristof Schreuf

 

Barbara Kalender, geb. 1958 in Stockhausen (Hessen), trat 1981 in den März Verlag ein, arbeitete mit Jörg Schröder an der Anthologie „Mammut“ und entwickelte mit ihm und Horst Tomayer das Konzept zur TV-Spieldokumentation „Die März-Akte“ (Regie: Peter Gehrig, Grimme-Preis 1986). Seit 1990 erscheinen die Folgen von „Schröder erzählt“, inzwischen ist die Serie auf 60 Folgen mit 3.200 Seiten angewachsen. 2011 verfasste Barbara Kalender gemeinsam mit Jan-Frederik Bandel und Jörg Schröder „Immer radikal, niemals konsequent. Der März Verlag – erweitertes Verlegertum, postmoderne Literatur und Business Art“.

Jörg Schröder, geb. 1938 in Berlin, gründete 1969 den März Verlag und entwarf dessen gelb-rot-schwarzes Erscheinungsbild. Veröffentlichungen: „Siegfried“ (1972, mit Ernst Herhaus), „Cosmic“ (1982, mit Uwe Nettelbeck), „Immer radikal, niemals konsequent. Der März Verlag – erweitertes Verlegertum, postmoderne Literatur und Business Art“ (s.o.); als Herausgeber: Bernward Vespers „Die Reise“ (1977), Peter Kupers „Hamlet“ (1980), „Mammut“ (1984); Gestaltung von „ACID. Neue amerikanische Szene“ (1969) mit Ralf-Rainer Rygulla und Rolf Dieter Brinkmann; Fernsehen: „Die-März-Akte“ (s.o.). 1988 erfolgte die Einlieferung des März-Archivs sowie des literarischen Vorlasses ins Deutsche Literaturarchiv Marbach. Seit 1990 erscheinen die Folgen von „Schröder erzählt“, die Barbara Kalender und Jörg Schröder zunächst aufs Tonband sprechen, dann gemeinsam redigieren und schließlich im Desktop-Verfahren herstellen und die Folgen an Subskribenten vertreiben. Diese Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik steht in 32 Bibliotheken, darunter ist die Library of Congress und die der Harvard University.

 

Pressestimmen:

„Man liest, man sieht, man staunt, muss manchmal lauthals lachen und lernt dabei noch einiges dazu. […] In ihren Erzählungen trifft man auf Buchhändler, die ihr Geld zwischen den Seiten ihrer Bücher verstecken, auf Esoteriker, die sich ihre Göttinnen selbst erschaffen, auf Knastbrüder, die schon vor Zeiten einen florierenden Handel mit gefälschten Doktortiteln betrieben. Das Ganze mutet an wie ein Stück deutscher Alltagsgeschichte, erzählt aus eigenwilliger, gut informierter und selbstbewusster Perspektive.“

Thomas Morawitzky / Stuttgarter Nachrichten

„Ich kenne keine sonnigere Verbindung. Kalender/Schröder kollaborieren wie in einem Spiel. Sie wetten auf das treffende Wort, es zu finden, ist ihr alltägliches Vergnügen.“

Jamal Tuschick / Faust-Kultur

„Das Verleger-Paar zeigt eine feinsinnige Beobachtungsgabe, seinen Scharfsinn, anknüpfend an Äußerlichkeiten, sprich Erscheinungen, Antennen in die Geschichte ausfahrend. […] Befriedigt wird der Leser nach 90 Stationen dieser bestaunenswerten Literaturreise die Endstation erreicht haben.“

Harry Popow / KulturPort.de

„Dieses Buch besitzt durch die Retrospektive auf das publizistische Umfeld der BRD von Ende der Sechziger bis in die Gegenwart eine kulturpolitische Bedeutung.“

Dominik Irtenkauf / metamorphosen. Literatur | Kunst | Kultur

„Episoden wie etwa „Wende und Waffen“ oder „Ohrenbart und Nasenschere“ sind kleine Meisterstückchen kritischer Gegenwartsbeobachtung – detailbewusst und mit Esprit formuliert, dabei ungeniert in der Beurteilung eitler Zeitgenossen.“

Michael Hübl / Badische Neueste Nachrichten

„90 brillante Erzähltexte erfreuen Leserin und Leser, damit sollte sparsam umgegangen werden. So schnell wird es nicht wieder ein Buch mit derart beeindruckender Erzählkunst geben.“

Dieter Braeg / SoZ – Sozialistische Zeitung