Meine 7000 Nachbarn

 

von Eva Ruth Wemme

Erschienen im Verbrecher Verlag

 

Die Geschichten aus »Meine 7000 Nachbarn« halten fest, was keinem Menschen zuzumuten ist.

Ein Mann arbeitet wochenlang auf der Baustelle des Berliner Flughafens und erhält am Ende keinen Lohn. Einer schwangeren Frau wird im Krankenhaus bestätigt, dass ihr Kind am selben Tag zur Welt kommen werde, dann wird sie gebeten, sich ein anderes Krankenhaus zu suchen. Eine Familie wird im Winter aus ihrer Wohnung geworfen, obwohl sie keine Miete schuldet.

Bei den 7000 Nachbarn handelt es sich um Roma in Berlin. Eva Ruth Wemme übersetzt Literatur aus dem Rumänischen und begleitet seit 2011 rumänische Migrantinnen und Migranten in Berlin als Dolmetscherin und Beraterin. Sie führte zahlreiche Interviews und berichtet eindringlich und aus erster Hand vom Teufelskreis aus Arbeits- und Wohnungslosigkeit, aus Fremdheit und Vorurteilen.

Diese Dokumentation macht die Situtation und die Diskriminierung von Roma in Deutschland deutlich.

 

Eva Ruth Wemme, 1973 in Paderborn geboren, studierte in Köln, Berlin und Bukarest. Sie war Dramaturgin am Schauspielhaus Chemnitz und ist nun als Lektorin, Autorin und Übersetzerin tätig, sie übersetzte u. a. Mircea Cartarescu, Nora Iuga und Ioana Nicolaie aus dem Rumänischem. Als Autorin erhielt sie 2010 das Stipendium der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin sowie das Alfred-Döblin-Stipendium. Sie lebt in Berlin und ist Sprach- und Kulturmittlerin für Neuankömmlinge aus Rumänien.

 

Hörprobe und Interviews:

Hier spricht Eva Ruth Wemme bei der Buchpremiere in Berlin über „Meine 7000 Nachbarn“ und liest einige Abschnitte daraus vor.

Ausführliche Gespräche mit Eva Ruth Wemme zu ihrem Buch können Sie auf Deutschlandradio Kultur und auf hr2-kultur nachhören.

 

Pressestimmen:

„Ihr gerade erschienenes Buch »Meine 7.000 Nachbarn« ist mehr als eine lesenswerte Alltagsstudie. Es öffnet Perspektiven, die sonst durch Vorurteile und Unkenntnis verstellt sind.“

Nikolaus Korber / junge Welt

 

„Ein tiefer Einblick in die Situation der Berliner Roma.“

Eva Dorothée Schmid / Berliner Zeitung
„„Meine 7.000 Nachbarn“ ist einzigartig. […] Wemme erzählt schmerzhaft konkret, protokolliert fast, ihre Protagonisten mit ihrem Mut und ihrer Verzweiflung reihen sich fast atemlos aneinander und erzeugen einen Sog.“

Bastian Pütter/ bodo. Das Straßenmagazin

 

„Eva Ruth Wemme bietet den Erfahrungsbericht einer Übersetzerin zwischen gleich mehreren Stühlen: zwischen kultureller Öffentlichkeit und sozialer Anonymität, zwischen den Sprachen, denen sie sich beiden verpflichtet fühlt, zwischen eigener Kraft und Überforderung, denn nicht umsonst ist hier von 7000 Nachbarn die Rede. Dabei lässt sie keinen Zweifel, dass dies nicht nur ihre Nachbarn sind, ganz im Gegenteil. Sie versucht mit ihrem Erzählband eine Öffentlichkeit für sie zu gewinnen. Und das jenseits der Rubriken, die dort dafür vorgesehen sind, weshalb ihr persönlicher Ansatz fern der Sozialberichterstattung dafür besonders geeignet erscheint.“

Volkmar Mühleis / FIXPOETRY