Nachhinein

von Lisa Kränzler, Roman, Verbrecher Verlag, 2013

 

Lisa Kränzler erzählt von der Entwicklung zweier ungleicher Mädchen und ihrer sich verändernden Freundschaft während des Erwachsenwerdens. Mit „Nachhinein“ wurde sie für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 nominiert, bereits 2012 erhielt sie den 3sat-Preis für einen Auszug daraus.

 

Inhalt:

Der Roman »Nachhinein« erzählt von der Entwicklung zweier Mädchen und ihrer schwierigen Freundschaft. Zwischen beiden gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die eine wächst gut behütet auf und wird geliebt, darf sogar rebellisch sein, die andere hingegen kommt aus schwierigen sozialen Verhältnissen, wird angegriffen und in ihrer Familie missbraucht. Dies beeinflusst auch die Beziehung der Mädchen zueinander, die von kindlicher Liebe, von Eifersucht und erwachender Sexualität, von Machtspielen und Grausamkeit geprägt wird. Bis die Ereignisse außer Kontrolle geraten …

Lisa Kränzler wurde mit „Nachhinein“ für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 nominiert. Aus der Begründung der Jury: „Lisa Kränzler hat mit Nachhinein einen sprachlich und szenisch turbulenten, überwältigenden Roman über eine Mädchenfreundschaft geschrieben, der trotzdem die großen existentiellen und moralischen Dimensionen von Liebe und Lust, von Schuld und Verrat thematisiert. Immer konkret in den Stimmen der Erzähler. Uptempo-Existentialismus im coming-of-age-Roman.“

Bereits 2012 erhielt Lisa Kränzler den 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt für einen Auszug aus »Nachhinein«. Auf der Website des Bachmann-Wettbewerbes stehen ein Videoporträt, die Aufnahme der Lesung und die Diskussion der Jury zur Verfügung, hier verlinkt.

 

Lisa Kränzler, geboren 1983, ist bildende Künstlerin und lebt in Freiburg. Sie studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und war 2010/11 Meisterschülerin bei Prof. Tatjana Doll. Ihr Debütroman »Export A« erschien im Frühjahr 2012 im Verbrecher Verlag. Er wurde für den Klaus-Michael Kühne-Preis 2012 und für den Rauriser Literaturpreis 2013 nominiert.
Pressestimmen (Auswahl):

„Sie erzählt so akribisch, als führe sie mit der Lupe einen Filmstreifen ab – und schafft dadurch Sätze zum Einrahmen. Dass die betörenden Sprachbilder mit einem oft grausamen Stoff kollidieren: ein Glücksgriff.“
Kaspar Heinrich / KulturSPIEGEL

 

„… ein bemerkenswerter Roman.“
Ina Hartwig / Süddeutsche Zeitung

 

„Die Erzählerin von „Nachhinein“ ist schlauer als ihr jüngeres Ich, aber sie dichtet dieser eigenen moralischen Schrumpfversion gerade kein Wissen an, das diese nicht hat. Genau das gibt der Erfahrung des Mädchens eine existenzielle Wucht. Aus dem eigenen Versagen gibt es kein Entrinnen, auch nicht im Nachhinein.“
Thomas Andre / Spiegel Online   

 

„Lisa Kränzler sieht sich zwar nicht als politische Autorin oder gar als Stimme einer Generation, aber sie hat etwas zu sagen, das ihre Leser etwas angeht.“
Detlef Grumbach / Sendung Büchermarkt – Deutschlandfunk

 

„Kränzlers Roman mag mit Stereotypen spielen. Er selbst ist genau das Gegenteil: originell, mutig und höchst individuell.“
Jan Ehlert / NDR Kultur

 

„Lisa Kränzler beschreibt, wie soziale Milieus funktionieren, sich definieren, und vor allem: wie sie sich abgrenzen. […] Ein hartes Buch, in dem der Schutzraum Kindheit etwas Wunderbares ist, vorausgesetzt, man kümmert sich nicht um die Hölle von nebenan.“
Judith Heitkamp / BR 5 – Bayerischer Rundfunk

 

„Wer sich als Leser auf diese Sprache einlässt, wird gebannt von der emotionalen Tiefenschärfe, mit der die seelischen und mentalen Abgründe ihrer Figuren ausgelotet werden.“
Florian Schmid / der Freitag

 

„In Lisa Kränzlers  „Nachhinein“ erscheint die Sprache als heimliche Protagonistin.“
Fatma Aydemir / taz

 

„Ein herausragendes Buch mit einer bemerkenswerten Sprache.“
Heike Matthews / Berliner Morgenpost