Nominiert für die Hotlist 2015: Bodentiefe Fenster

 

Entdecken, lesen, mitentscheiden:

Welche Titel kommen auf die Hotlist 2015, die Bestenliste der unabhängigen Verlage?

 

Aus 171 Einsendungen hat das Kuratorium der Hotlist eine Vorauswahl getroffen: 30 Bücher repräsentieren nun einen Ausschnitt aus dem Besten, was unabhängige deutschsprachige Verlage zu bieten haben. Zehn Bücher daraus werden am Ende die Hotlist 2015 bilden, die gemeinsam von der diesjährigen Jury und uns allen hier im Internet gewählt wird.

 

Auch Anke Stellings Roman „Bodentiefe Fenster“ ist nominiert, bis zum 20. August 2015 kann HIER mitgewählt werden!  

 

 

Der Roman wurde schon viel gelobt, hier einige Pressestimmen und Hörproben:

 

Buch der Woche bei MDR Figaro:

„Dank des unerbittlichen Blicks und trockenen Humors der Autorin hält der Roman wunderbar die Balance zwischen Erschrecken und Vergnügen. Gegenwartsliteratur im buchstäblichen und besten Sinn.“ (Katja Oskamp)  

 

Favorit Buch bei radio eins:

„Das liest sich vor allem deswegen so faszinierend, weil es enorm klug und gut beobachtet ist. […] Trotzdem nimmt dieser Roman einen enorm mit, gerade wenn man die Verhältnisse aus eigener Anschauung kennt und wenn man sie so grandios böse auf den Punkt gebracht bekommt wie hier.“ (Gesa Ufer)

 

Und in der Taz schrieb Susanne Messmer:

“Anke Stelling ist mit ihrer Sandra, die alles so herrlich scharf sieht und böse auf den Punkt bringt und trotzdem völlig hilflos über sich ergehen lässt, so etwas wie der Prototyp einer Generation gelungen: ein schaurig schönes, bewundernswert durchkonzipiertes Bild der überbesorgten, überprivilegierten Mutter von Prenzlauer Berg, wie sie schon oft beschrieben wurde – nur dass sie bislang eher von außen beschrieben wurde und nicht von innen, so wie sie funktioniert und wie sich selbst sieht.”

 

Hörproben:

Anke Stelling las aus ihrem Roman bei der „UV – die Lesung der unabhängigen Verlage“ in Leipzig, hier nachzuhören: buchmesse.fm/stelling-bodentiefe-fenster/

Eine tolle Kurzrezension samt Hörproben aus „Bodentiefe Fenster“ gibt es auf FLUX.FM, gelesen von Jörg Petzold, online unter: fluxfm.de/bodentiefe-fenster-anke-stelling

 

Zum Buch:

 

Anke Stelling: Bodentiefe Fenster

Roman, Hardcover, 256 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-95732-081-0, erschienen im Verbrecher Verlag

 

Von den 68er-Müttern im Aufbruch hat eine Töchtergeneration den Auftrag erhalten, die Welt zu verbessern – das Waldsterben und die Aufrüstung zu stoppen, ein Zimmer für sich allein zu haben, gemeinsam stark zu sein –, und diesen Auftrag kann Sandra nicht vergessen.

Mit vierzig Jahren und als Mutter zweier Kinder ist aus ihr eine Art Kassandra vom Prenzlauer Berg geworden. Sie sieht, dass die Ideale der Elterngeneration im Alltag verloren gehen, auf dem Spielplatz versanden, im Plenum der Hausgemeinschaft ad absurdum werden. Alles auszusprechen, ist offenbar keine Lösung, weggehen kann sie jedoch auch nicht, außerdem genießt sie ihre Privilegien. Sie feiert die Kindergeburtstage wie früher, wie Pippi Langstrumpf, doch der Kern der Utopie ist nicht mehr da. Und die bodentiefen Fenster machen den Alltag allzu durchsichtig.

In schöner Sprache und mit viel Ironie erzählt Anke Stelling von den Hoffnungen, Kämpfen und Widersprüchlichkeiten des Mutterdaseins.

 

Anke Stelling, 1971 in Ulm geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2004 wurde ihr gemeinsam mit Robby Dannenberg verfasster Roman »Gisela« und die Erzählung »Glückliche Fügung« verfilmt. Weitere Veröffentlichungen: »Nimm mich mit« (2002, gemeinsam mit Robby Dannenberg), »Glückliche Fügung« (2004) und »Horchen« (2010).

 

Anke Stelling steht auch gerne für Lesungen zur Verfügung, weitere Informationen sende ich Ihnen gerne zu.