Presseecho: J. J. Voskuils Roman „Plankton. Das Büro 3“


 

Der Roman „Das Büro“ von J.J. Voskuil zeigt das Büroleben, wie viele es kennen: Die Volkskundler um Maarten Koning sind meist mit sich selbst beschäftigt – oder sie spinnen Intrigen. Die siebenbändige Saga über das Amsterdamer Büro für Volkskunde wurde in den Niederlanden zum Kult.

 

Nun ist der 3. Band in deutscher Übersetzung erschienen, „Plankton. Das Büro 3“, und die Presse zeigt sich begeistert: 

„Das ist alles unkomisch zu lesen und gleichzeitig bleibt einem manchmal das Lachen im Halse stecken, weil man den Spiegel vorgehalten bekommt und an seinen eigenen Büroalltag denken muss. […] Es ist ein einzigartiges Zeit- und Mentalitätsgemälde von den 50ern bis in die 80er Jahre, aber dabei zeitlos und aktuell.“

Nicola Steiner / SRF Fernsehen – Der Literaturclub

„Zuweilen erinnert der Holländer Johannes Jacobus Voskuil an die großen Absurden der Moderne, an Ionescu, Arrabal oder Tardieu, in Sachen Umfang übertrifft er sie sogar. […] Auch Band 3 dieser tragisch-amüsanten „Seifenoper für Intellektuelle“, wie der Zyklus genannt wurde, ist in konsequent einfacher Sprache, aber mit durchdachter, ja ausgefeilter Dramaturgie geschrieben.“

Peter Urban-Halle / Deutschlandradio Kultur

„Die Schilderung eines völlig sinnfreien Büroalltags ist faszinierend und manchmal geradezu subversiv.“

Sabine Peters / Deutschlandfunk – Buch der Woche

 

Der Übersetzer Gerd Busse und der Lektor Ulrich Faure stellen den Roman gerne vor! Die Lesung ist auch mit einer Schauspielerin oder einem Schauspieler möglich.

 

Das Büro, Band 3: Plankton.  J.J. Voskuil: „Plankton. Das Büro 3“

Roman, übersetzt von Gerd Busse, mit einem Nachwort von Gerbrand Bakker, erschienen Juni 2015 im Verbrecher Verlag

 

J. J. Voskuils Monumentalroman „Das Büro“ ist Literatur gewordenes Büroleben, wie viele es kennen. „Het Bureau“ erreichte Kultstatus in den Niederlanden und wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet. Nach Band 1, „Direktor Beerta“, und Band 2, „Schmutzige Hände“, folgt nun der dritte Band in deutscher Übersetzung.

Schaurig-öde bleibt der Alltag im Büro des Maarten Koning auch in den Jahren 1972–1975. Die fleißigen wie auch die weniger fleißigen Volkskundler in Amsterdam sind zumeist mit sich selbst beschäftigt, oder sie spinnen Intrigen.

Dabei bahnen sich bereits die Katastrophen an: der ständige Ärger mit Professor Pieters aus Antwerpen über die Redaktionslinie der gemeinsamen Zeitschrift oder die eigenmächtige Entscheidung Maartens, über den Kopf Direktor Balks hinweg für die traditionelle Neujahrskarte des Büros einen „Brummtopf“ als Motiv zu nehmen – eine Entscheidung, für die er bitter büßen muss.

Immerhin wird wenigstens ein Film über uralte bäuerliche Traditionen fertig, wenn auch mit kleinen Schönheitsfehlern: Einer der Protagonisten hat vergessen, seine Armbanduhr abzulegen, ein anderer trägt einen flotten Sporthut auf dem Kopf. Auch privat hat Maarteneiniges zu verkraften: Sein Vater stirbt, und auch für den ehemaligen Büro-Direktor Beerta geht das Jahr gar nicht gut aus …

Das siebenbändige Werk „Das Büro“ („Het Bureau“) erscheint in deutscher Übersetzung im Verbrecher Verlag, alle weiteren Bände werden halbjährlich veröffentlicht.

 

Johannes Jacobus Voskuil, geboren 1926 in Den Haag, war ein niederländischer Volkskundler. Bereits 1963 veröffentlichte er seinen ersten Roman, doch zur Berühmtheit der niederländischen Literatur wurde er erst mit dem Romanzyklus „Das Büro“, dessen erster Teil 1996 und dessen letzter 2000 erschien. Er wurde 1997 mit dem Ferdinand Bordewijk Prijs und 1998 mit dem Libris Prize ausgezeichnet. 2008 starb Voskuil in Amsterdam.