„Ruhm und Ruin“ von Imran Ayata

 

Ruhm und Ruin. Roman in elf Geschichten

 

Imran Ayata: Ruhm und Ruin. Roman in elf Geschichten

Roman, Verbrecher Verlag, 2015, Hardcover, 200 Seiten, 19,00 €, ISBN: 9783957321251

 

In „Ruhm und Ruin“ erzählt Imran Ayata davon, dass Fußball das Leben ist – für Spieler, Schiedsrichter, gescheiterte Jahrhunderttalente, aktive Ehrenamtliche im Verein und einen ganzen Stadtteil.

Im Zentrum des Romans steht ein türkischer, ehemals ziemlich erfolgreicher Kiezklub. Er verkörpert die Hoffnung (oder gar Utopie) der Migranten auf ein besseres Leben in einer urdeutschen Domain: dem Vereinswesen. Doch zwischen politischen Ansprüchen, dem Profifußball und den Ambitionen Einzelner werden viele Hoffnungen und Träume zerstört.

Elf Menschen erzählen ihre Geschichte: vom Aufstieg und Niedergang des Vereins, von dessen Instrumentalisierung durch Politik und DFB, Rassismus auf dem Spielfeld, internen Machtkämpfen, scheinbar generösen Förderern, aber auch von Sehnsüchten und Ängsten, Fremdheit und Vorurteilen, Familie und Freundschaft. Eine Innenansicht aus dem Mikrokosmos Verein – pointiert und mitreißend geschrieben.

 

Eine Leseprobe und weitere Informationen finden Sie hier, bei Interesse an einer Lesung sende ich Ihnen gerne weitere Informationen zu.

 

Imran Ayata, geboren 1969 in Ulm, ist ein deutscher Autor, DJ und Fußballliebhaber. Ayata ist Gesellschafter einer Agentur für Kampagnen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Der Mitbegründer von Kanak Attak veröffentlichte 2005 seinen Erzählband „Hürriyet Love Express“ und 2011 den Roman „Mein Name ist Revolution“. Bekannt ist er auch für die von ihm und Bülent Kullukcu zusammengestellte CD-Kompilation „Songs of Gastarbeiter Vol. 1“.

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

„Der Roman über Kicker, Krisen und Kulturkämpfe ist ein „Deutschland trifft auf Deutschland“-Spiel. In Ayatas Mikrokosmos „Multi-Kulti-Kiez-Klub“ entdeckt man unsere bunte Gesellschaft ziemlich konkret und ist mehr als 90 Minuten bestens unterhalten.“ Matthias Beckel / Bayerisches Fernsehen – Puzzle

 

„Allein die letzte Episode ist eine Prosaminiatur in Gold.“ Moritz Scheper / ZEIT ONLINE

 

„Integrationsdebatte hier, ‚Multikulti ist tot‘ dort: die Medien sind voll von diesen Themen. Es fällt wirklich schwer, sich bei dieser geballten Oberfläche eine gute eigene Meinung zu bilden. Was dabei helfen kann? Dieses Buch!“ Jörg Petzold / FLUX.FM

 

„Imran Ayata lässt Trainer und Sponsor zu Wort kommen, einen deutschen Schiedsrichter von der Begegnung des Vereins mit einem sehr deutschen Club und dessen Fans berichten, eine Spielerinnenmutter ihren westlich-weißen Feminismus verteidigen, Ardas Schwester laut über Sex nachdenken. [….] Aktuelle Ereignisse, politische Debatten werden kommentiert und durch elf Perspektiven getrieben. […] Ayata schafft es, dass man alle und keinen versteht, aber am Ende weiß man ganz sicher: Die Wahrheit liegt fast nie auf dem Platz.“ Zoe Beck/ SWR 2 – Forum Buch

 

„… eine Gesellschaftsstudie, ein spannendes, sehr abwechslungsreiches Buch aus unserer und über unsere Gegenwart.“ Erik Lim / Südwest Presse

 

„Ayata trifft den Ton eines jeden so punktgenau, dass die Perspektivwechsel die Lektüre dieses feinsinnigen Werkes beschleunigen, wie es bei einem Fußballspiel nur ein überfallartiger Konter des Teams von Borussia Dortmund in der Klopp-Ära vermochte, dabei aber noch lange nachwirkt wie eine ästhetisch atemberaubende Ballstafette mit Messi, Neymar und Suarez.“ Christian Baron / neues deutschland

 

„Imran Ayata hat nur wenige Seiten für jeden seiner Protagonisten, aber er ist – um mal in der Fußballsprache zu sprechen – ein exzellenter Dribbler auf engstem Raum mit dem Blick für die Spieleröffnung. […] Sein Buch ist ein Kaleidoskop, gerichtet auf einen Berliner Fußballklub. Was wir sehen, ist das pulsierende Leben unserer Gesellschaft mit all ihren Facetten und Farben.“ kulturnews.de

 

„Es ist die Geschichte eines Klubs, der von der Reibung lebt, von den Auseinandersetzungen derer, die den leeren Versprechungen eines geldgierigen Reinigungsunternehmers glauben, mit denen, die die Zukunft des Klubs eher im Kampf für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Homophobie sehen. […] Von der lässt sich eines mit ganz großer Gewissheit sagen lässt. Sie ist mehr als „nur Fußball“.“ Andreas Rüttenauer / taz. die tageszeitung

„Spieler, Trainer, Sponsor, Politiker, Frauenbeauftragte – das Vereinsleben wird grobmaschig abgedeckt. Und das funktioniert. Gerade durch die Verwendung verschiedener Sprachcodes werden die Personen und ihre Anklage lebendig, erheben sie sich aus einfachen Klischees und Schablonen.“ Harald Aumeier / Transparent. Magazin für Fußball & Fankultur

„Und was das besonders Schöne ist: Der Autor (einst gehörte er zum Netzwerk »Kanak Attak«) gibt all seinen Helden ihre ganz eigene Sprache. […] So ist dieses Buch auch ein großes, weil sprachgewaltiges Lesevergnügen, temporeich und geradezu satt an Emotionen (von denen ja der Fußball so sehr lebt), manchmal fast übersatt. Dazu sind die verschiedenen Stimm-Passagen auch in sich großartig komponiert – so dass man sich bald dabei ertappt, wie man anfängt kreuz und quer zu lesen; wie man selbst eintaucht in das Stimmengewirr, fast mitsingen will und nicht länger nur zuhört. Fast so, als wolle man gleich selbst aufs Spielfeld rennen. Und ein großer Roman über das, was man so unbeholfen »Integration« nennt, ist das Buch auch.“ Frank Keil / MaennerWege