„Selbstbestimmte Norm“ von Kirsten Achtelik

 

 

Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung

 

Kirsten Achtelik: Selbstbestimmte Norm

Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung

Verbrecher Verlag, 2015, Broschur, 224 Seiten, Preis: 18,00 €, ISBN: 9783957321206

 

Ist wirklich alles in Ordnung, wenn bei der pränatalen Untersuchung keine Auffälligkeiten gefunden werden? Und was wenn doch? Als Feministin für ein Recht auf Abtreibung einzutreten, bedeutet nicht zwangsläufig, die hier entstehende Entscheidungssituation als Selbstbestimmung wahrnehmen zu müssen.

Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts „Selbstbestimmung“ in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von „Lebensschützern“ wieder aufgeflammt sind.

Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.

Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

 

Ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit Kirsten Achtelik finden Sie HIER, eine Leseprobe HIER und Neuigkeiten rund um das Buch auf facebook.com/selbstbestimmte.norm/

 

Kirsten Achtelik, geboren 1978, ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie ist politisch an den Schnittstellen der feministischen, antikapitalistischen und Behindertenbewegung aktiv.

 

Bei Interesse an einer Buchvorstellung oder Podiumsdiskussion sende ich Ihnen gerne weitere Informationen zu.

 

Pressestimmen:

 

„Ihre Thesen ordnet Kirsten Achtelik in den historischen Kontext ein und gibt Einblicke in die feministischen Kämpfe um die Abschaffung des Paragrafen 218, die Behindertenbewegung und deren Berührungspunkte miteinander. Dabei zeigt sie auf, wo die Bewegungen gemeinsam für eine Sache eingetreten sind, aber auch, wo es Probleme gab. Durch diese Gegenüberstellung wird das Buch spannend und gibt viele Anregungen für eine neue Diskussion rund um das Thema Selbstbestimmung von Frauen.“

Lisa-Marie Davies / Missy Magazine

 

„Kirsten Achtelik nimmt in ihrem Buch eine klare Haltung gegen solche behindertenfeindlichen, “ableistischen” Narrative und Praktiken ein. Sie zeigt, dass das möglich ist, ohne den feministischen Grundkonsens – nach Abschaffung des Paragrafen 218 – aufzugeben: Man kann kohärent argumentieren sowohl für reproduktive Selbstbestimmung von Frauen* als auch gleichzeitig gegen Behindertenfeindlichkeit. […] Sehr lesens- und bedenkenswert!“

Antje Schrupp. Blog

 

„Ihr gelingt es, Auseinandersetzungen, Gemeinsamkeiten sowie Spannungen zwischen den Bewegungen verständlich aufzuzeigen und deren Verbindung rund um das Prinzip der Selbstbestimmung auszuloten. Im Schlusskapitel greift sie aktuelle bewegungspolitische Entwicklungen auf und formuliert daraus differenzierte Vorschläge eines Verständnisses von „Selbstbestimmung ohne Selektion“ – der stärkste Teil ihres lesenswerten Buches.“

Jessica Schülein / ak – analyse und kritik

 

„Statt das Recht auf Abtreibung und die Kritik an Pränataldiagnostik gegeneinander auszuspielen, fordert Achtelik, beides zusammen zu denken. Sie tritt ebenso für die Streichung des § 218 und Legalisierung der Abtreibung – unabhängig von einer Diagnose – ein wie für die Abschaffung einer standardisierten Pränataldiagnostik …“

Claire Horst / AVIVA. Online Magazin für Frauen 

 

„Kirsten Achteliks Auseinandersetzung mit dem (feministischen) Selbstbestimmungsbegriff ist unbedingt lesenswert! Denn sie versucht, den vielseitig und viel zu oft beliebig verwendeten Begriff vom Kopf auf die Füße zu stellen, indem sie ihn mit der Praxis pränataler Selektion konfrontiert.“

Uta Wagenmann / Gen-ethischer Informationsdienst

 

„Mit ihrem Buch liefert Achtelik einen wichtigen, neuen Anstoß für die Kritik am Selbstbestimmungsbegriff. Diese Diskussion gilt es fortzusetzen.“

Catrin Dingler / Woxx – Luxemburgische Wochenzeitung

 

„Auf beeindruckende Weise analysiert Kirsten Achtelik in „Selbstbestimmte Norm“ die Forderung nach Selbstbestimmung und dem Recht auf Abtreibung innerhalb der autonomen Frauen*- und Behinderten- bzw. „Krüppelbewegungen“ sowie die Geschichte der pränataler Diagnostik (PND) und Eugenik in Deutschland. Sie zeichnet dabei wichtige Konfliktlinien, Widersprüchlichkeiten und behindertenfeindliche Komponenten innerhalb feministischer Auseinandersetzungen nach.“

Judith Goetz / an.schläge – das feministische Magazin

 

„Ein anspruchsvolles Buch, das aktuelle Debatten aufgreift, deren historische Entwicklung beleuchtet und Lösungsvorschläge zur Diskussion anbietet.“

Larissa Dämmig / ekz. bibliotheksservice