Tilo Prückners Debütroman in der Presse

 

Der Schauspieler Tilo Prückner hat im November mit „Willi Merkatz wird verlassen“ seinen ersten Roman vorgelegt – und bereits viel Lob dafür bekommen!

 

Christoph Schröder befand auf ZEIT ONLINE:

„Vorsicht ist geboten, wenn Prominente Romane schreiben. Der Schauspieler Tilo Prückner ist eine große Ausnahme. Mit 73 Jahren hat er ein wunderbares Debüt veröffentlicht.“

Hier zum vollständigen Artikel auf ZEIT ONLINE

 

Moritz Scheper schrieb in Der Tagesspiegel:

„Mit hintersinnigem Witz spinnt Prückner diesen Rückentwicklungsroman, vergisst aber nie, dass Komik immer auch gespiegelte Tragik ist. Niemals moralisiert er, selbst das Psychologisieren wird Willi und seinem namenlosen Freund überlassen. Stattdessen tuscht er brillante Schilderungen von Landschaften und Situationen hin. Vor allem jedoch gelingt Tilo Prückner das Kunststück, vom Mittelmaß zu erzählen, ohne literarisch ins selbige abzurutschen.“

 

Detlef Grumbach urteilte in der  Sendung Büchermarkt auf Deutschlandfunk:

„Slapstickartige, hintergründige Komik ersetzt das große Drama, mit spitzer Feder, haarscharf am Klischee vorbei entwickelt Prückner diesen in vielen Rückblenden und Erinnerungsfetzen erzählten Arztroman der anderen Art, der auch Züge eines Schelmenromans trägt. Man spürt, wie nah ihm dieser Willi Merkatz steht, aber auch die Lust und den Sarkasmus, mit dem er das Innenleben dieser zwischen Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit, zwischen Ohnmacht und Heldenpose pendelnden Männerseele entlarvt.“

Hier ist der ganze Beitrag nachzulesen und nachzuhören.

 

Ein Interview dazu gab er in der Sendung CORSO auf Deutschlandfunk, hier nachzuhören.

 

Tilo Prückner steht gerne für Lesungen zur Verfügung. Bei Interesse sende ich Ihnen gerne weitere Informationen zu.

 

Zum Roman:

Nach 39 Ehejahren wird der Mediziner Willi Merkatz von seiner Frau verlassen. Krise, Auszeit, Trennung? Willi Merkatz biegt sich sein neues Leben zurecht, deutet die Vergangenheit um und droht dann doch in Selbstmitleid zu versinken. Zugleich wird seine Berliner Altbauwohnung von dem neuen indischen Geliebten seiner Frau in eine Ayurveda-Praxis verwandelt und es muss entschieden werden, wer das mit Erinnerungen beladene Gemüsemesser bekommen soll. Er rast wie gehetzt über die Avus, sucht Trost in der klassischen Literatur und versucht angestrengt, sich neu zu verlieben.

„Willi Merkatz wird verlassen“ ist ein satirischer Roman über einen älteren Mann im Kampf gegen den Verfall und seine Beziehungsabhängigkeit.

 

Zum Autor:

Tilo Prückner, Jahrgang 1940, ist Schauspieler und Bühnenautor. Er brach sein Jura-Studium ab, um in München Schauspiel zu studieren. Nach Engagements in München, St. Gallen, Oberhausen und Zürich spielte er Anfang der Siebzigerjahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, deren Gründungsmitglied er war, und am Bayerischen Staatsschauspiel. Größere Bekanntheit erlangte er als Darsteller des Neuen Deutschen Films.

Seitdem verkörpert er in zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen überwiegend exzentrische Charaktere aller Art. Große Erfolge feierte er u.a. als Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in „Adelheid und ihre Mörder“ sowie als Eduard Holicek im Hamburger „Tatort“ oder in den Filmen „Bomber & Paganini“, „Der Schneider von Ulm“, „Der Willi-Busch-Report“ und „Iron Sky“.

Er verfasste die Bühnenstücke „Meier muß Suppe essen“ (1999) und gemeinsam mit Roland Teubner „Gilgamesch und Engidu“ (1984).