Wasserstand und Tauchtiefe

 

Roman von Karsten Krampitz

erschienen im August 2014 im Verbrecher Verlag

 

„Ein großes Buch, geschrieben in einer wunderbaren Sprache. Unbedingt lesen!Leander Sukov / Literaturglobe

 

„Wasserstand und Tauchtiefe“ ist ein moderner Heimatroman aus der Endmoräne, ein Brandenburg-Opus, in dessen Mittelpunkt ein Vater-Sohn-Konflikt steht. Wir lesen von einer bizarren Geiselnahme, die sich über Monate hinzieht und von der Krankenkasse bezahlt wird. Mark Labitzke führt ein recht einseitiges Zwiegespräch mit seinem Vater, der nach mehreren Schlaganfällen sein Sprachvermögen verloren hat, nun muss er ihm endlich zuhören. Der einstige SED-Funktionär und Bürgermeister ist auf Pflege angewiesen und der Erzähler auf die Rente des Vaters. Zwei Männer – ein Konto.

„Wasserstand und Tauchtiefe“ sind die letzten Nachrichten aus einem untergegangenen Land. Der Roman handelt von der Sehnsucht nach einer Heimat, von den radikalen Veränderungen der heutigen Arbeitswelt und vom Pflegenotstand einer immer älter werdenden Gesellschaft.

 

Karsten Krampitz, Jahrgang 1969, war gemeinsam mit Peter Wawerzinek Initiator der Trinkerklappe in Wewelsfleth/Schleswig-Holstein. Er hat erfolgreich eine Bettelakademie gegründet und mit Obdachlosen und Junkies Berliner Nobelhotels besetzt. 2004 erhielt Krampitz das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin. In Klagenfurt wurde er 2009 beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, im folgenden Jahr war er Klagenfurter Stadtschreiber. Zwischen 2010 und 2013 war der Historiker Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im Herbst 2014 wird am Klagenfurter Ensemble sein Theaterstück „Sucht & Ordnung“ uraufgeführt.
Krampitz hat diverse Romane und Erzählungen veröffentlicht, unter anderem: „Affentöter“ (2000), „Der Kaiser vom Knochenberg“ (2002) und „Heimgehen“ (2009). 2011 gab er zusammen mit Manja Präkels und Markus Liske die literarische Anthologie „Kaltland – Eine Sammlung“ zu den Pogromen und Menschenjagden der Nachwendezeit heraus.

 

Pressestimmen:

„Krampitz lässt diesen Abstieg so herrlich rotzig vortragen durch seine liebenswerte Heldenfigur. Das hat Verve und reflektierten Witz. Da hofft man direkt auf eine Brandenburg-Saga, erzählt mit Marc Labitzkes Bieratem.“

Moritz Scheper / taz

 

„Selbstironie bewahrt ihn vor Wehleidigkeit, Humor vor Resignation. „Wasserstand und Tauchtiefe“ ist ein Roman, dem pauschale Verdammungen ebenso fremd sind wie nostalgisches Schwelgen, ein Blick zurück zur Selbstvergewisserung…“

Ralph Gerstenberg / Deutschlandfunk – Büchermarkt

 

„Soll man den Roman lesen? Unbedingt!“

L’Officiel Hommes

 

„Das ist frech, das ist skurril und hat erzählerischen Drive. Dieser Roman ist also alles andere als eine langweilige Wasserstandsmeldung.“

Carsten Wist / Antenne Brandenburg

 

„Krampitz vermag mit seiner lockeren und zugleich präzisen Sprache sowohl eine emotionale Tiefe zu erreichen, als auch unendlich witzig zu sein und gesellschaftliche und politische Missstände zu entlarven.“

Anna Wöllik / Die Brücke – Kulturmagazin

 

„Karsten Krampitz´ „Wasserstand und Tauchtiefe“ ist ein nostalgischer, böser, wehmütiger und hochgradig witziger Monolog über die Familie, aber auch die ehemalige DDR, über politische Zustände, die heutige Arbeitswelt und – nicht zuletzt – den Umgang mit alten Menschen.“

Kleine Zeitung (Österreich)

 

„Eine Abrechnung, nicht nur mit dem Vater, auch mit dem Land, das dieses Gespann geprägt hat, der DDR. Wer jetzt gelangweilt abwinkt, darf sich von diesem Text überraschen lassen und augenreibend zur Kenntnis nehmen: Die Episode DDR in der deutschen Geschichte ist noch nicht auserzählt.“

Marc Ottiker / der Freitag

 

„Der freundliche Gleichmut seines Helden steckt an und man beginnt diese Gestalten von Schehrsdorf, wo Mark mit dem Vater und Agnieszka lebt, zu mögen, den Country-Verein, die freikirchlichen “Jesus-People”, Herrn Mischnik und seinen Sophienhof, der suchtkranke Senioren betreut. Ich vermisse sie jetzt schon. Was kann man über einen Roman Besseres sagen?“

Michael Schikowski / immer schön sachlich

 

„… eine Vater-Sohn-Beziehung, der Alltag mit einem Pflegebedürftigen und der Osten Deutschlands zwischen Nüchternheit und Nostalgie sind in eine Sprache gefasst, deren Essenz Einfachheit ist. Krampitz erzielt eine optimale Wirkung – und bitter komische Momente.

Connie Haag / ekz. bibliotheksservice