Willi Merkatz wird verlassen

 

von Tilo Prückner

Roman, erschienen im Verbrecher Verlag, hier zur Leseprobe

 

„Das ist Tilo Prückner und so wie er guckt und wie er lacht so ist auch das Buch: unglaublich lustig und gleichzeitig geradezu weise.“ Anke Engelke / WDR 5

 

Inhalt:

Nach 39 Ehejahren wird der Mediziner Willi Merkatz von seiner Frau verlassen. Krise, Auszeit, Trennung? Willi Merkatz biegt sich sein neues Leben zurecht, deutet die Vergangenheit um und droht dann doch in Selbstmitleid zu versinken. Zugleich wird seine Berliner Altbauwohnung von dem neuen indischen Geliebten seiner Frau in eine Ayurveda-Praxis verwandelt und es muss entschieden werden, wer das mit Erinnerungen beladene Gemüsemesser bekommen soll. Er rast wie gehetzt über die Avus, sucht Trost in der klassischen Literatur und versucht angestrengt, sich neu zu verlieben.

„Willi Merkatz wird verlassen“ ist ein satirischer Roman über einen älteren Mann im Kampf gegen den Verfall und seine Beziehungsabhängigkeit.

 

Tilo Prückner war am 07.03.15 in der WDR-Kulturshow “Anke hat Zeit” zu Gast, dabei wurde auch aus seinem Debütroman gelesen! Das Video der Sendung steht HIER online.

 

Tilo Prückner, Jahrgang 1940, ist Schauspieler und Bühnenautor. Er brach sein Jura-Studium ab, um in München Schauspiel zu studieren. Nach Engagements in München, St. Gallen, Oberhausen und Zürich spielte er Anfang der Siebzigerjahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, deren Gründungsmitglied er war, und am Bayerischen Staatsschauspiel. Größere Bekanntheit erlangte er als Darsteller des Neuen Deutschen Films.

Seitdem verkörpert er in zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen überwiegend exzentrische Charaktere aller Art. Große Erfolge feierte er u.a. als Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in „Adelheid und ihre Mörder“ sowie als Eduard Holicek im Hamburger „Tatort“ oder in den Filmen „Bomber & Paganini“, „Der Schneider von Ulm“, „Der Willi-Busch-Report“ und „Iron Sky“.

Er verfasste die Bühnenstücke „Meier muß Suppe essen“ (1999) und gemeinsam mit Roland Teubner „Gilgamesch und Engidu“ (1984).

 

Pressestimmen:

„Vorsicht ist geboten, wenn Prominente Romane schreiben. Der Schauspieler Tilo Prückner ist eine große Ausnahme. Mit 73 Jahren hat er ein wunderbares Debüt veröffentlicht.“

Christoph Schröder / ZEIT ONLINE

 

Slapstickartige, hintergründige Komik ersetzt das große Drama, mit spitzer Feder, haarscharf am Klischee vorbei entwickelt Prückner diesen in vielen Rückblenden und Erinnerungsfetzen erzählten Arztroman der anderen Art, der auch Züge eines Schelmenromans trägt. Man spürt, wie nah ihm dieser Willi Merkatz steht, aber auch die Lust und den Sarkasmus, mit dem er das Innenleben dieser zwischen Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit, zwischen Ohnmacht und Heldenpose pendelnden Männerseele entlarvt.”

Detlef Grumbach / Sendung Büchermarkt auf Deutschlandfunk, hier ist der ganze Beitrag nachzulesen und nachzuhören.

 

„Mit hintersinnigem Witz spinnt Prückner diesen Rückentwicklungsroman, vergisst aber nie, dass Komik immer auch gespiegelte Tragik ist. Niemals moralisiert er, selbst das Psychologisieren wird Willi und seinem namenlosen Freund überlassen. Stattdessen tuscht er brillante Schilderungen von Landschaften und Situationen hin. Vor allem jedoch gelingt Tilo Prückner das Kunststück, vom Mittelmaß zu erzählen, ohne literarisch ins selbige abzurutschen.“

Moritz Scheper / Der Tagesspiegel

 

Er leidet, und wenn er leidet, dann richtig, über 299 Seiten. Sein Roman erzählt vom Ende einer Ehe, von einem Indien-Urlaub, aus dem sie zu dritt zurückkommen, seine Frau, ihr indischer Masseur und er. […] Prückner schont niemanden in diesem Roman, am wenigstens sich selbst.

Antje Hildebrandt / Welt

 

Prückner versteht es, dieses Willi-Leben locker und leicht nachzuerzählen, in der Art eines Schelmenromans, mit dem Hang zur Satire, aber letztendlich mit vielen ernsten, den letzten Lebensabschnitt eines Menschen reflektierenden Momenten.

Thorsten Sohn / Der Tagesspiegel

 

„In seinem autobiografisch gefärbten Debütroman erzählt er mit feiner Ironie die tragikomische Geschichte eines Mannes, der sich plötzlich mit der Angst vor Alter, Einsamkeit und Tod auseinandersetzen muss. Gerne empfohlen!“

Verena Burkeljca / ekz. bibliotheksservice