Die Zeit meines Lebens – Über Dirty Dancing

Ich hatte die Zeit meines Lebens. Über den Film »Dirty Dancing« und seine Bedeutung

von Hannah Pilarczyk (Hg.), Sammelband, Verbrecher Verlag

 

„In neun Aufsätzen würdigen verschiedene Autoren aus dem Kulturbetrieb die politischen, feministischen, marxistischen wie psychoanalytischen Bedeutungsebenen eines der beliebtesten Liebesfilme. […] Ein hochpolitisches, feministisches Werk also, jahrelang zu Unrecht von der Filmkritik verschmäht.” (Judith Luig / Die Welt)

 

Inhalt:

Auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen erzielt „Dirty Dancing“ im Fernsehen Rekordquoten, feiert als Musical Erfolge und wird in zahllosen Serien und Filmen zitiert. Als vermeintlicher „Frauenfilm“ abgetan, hat er jedoch weder in der Filmkritik noch in den Film- oder Kulturwissenschaften eine angemessene Würdigung erfahren.

Dieser Sammelband untersucht jetzt erstmals die Bedingungen des zeitlosen Erfolgs des Films, geht den jüdischen Spuren und schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-Genre und unterzieht ihn einer feministisch-kritischen Würdigung. Er zeigt den besonderen Blick der 80er-Jahre auf den Sommer 1963 und würdigt dabei natürlich auch den unvergesslichen Soundtrack. Wer glaubte, den Film bereits zu kennen, muss, wenn er dieses Buch gelesen hat, den Film einfach noch einmal ansehen!

Mit Beiträgen von Birgit Glombitza, David Kleingers, Caspar Battegay, Astrid Kusser, Kirsten Rießelmann, Christoph Twickel, Jan Kedves und Christine Kirchhoff.

 

Pressestimmen:

„… finanziell war „Dirty Dancing“ ein riesiger Erfolg, aber in der großen Welt der großen Autorenfilme wurde er belächelt. Bis heute. […] In neun Aufsätzen würdigen verschiedene Autoren aus dem Kulturbetrieb die politischen, feministischen, marxistischen wie psychoanalytischen Bedeutungsebenen eines der beliebtesten Liebesfilme. […] Ein hochpolitisches, feministisches Werk also, jahrelang zu Unrecht von der Filmkritik verschmäht.“

(Judith Luig / Die Welt)

„Drei Dinge, die ich beim Lesen von „Ich hatte die Zeit meines Lebens“ gelernt und beim Sehen des Filmes bestätigt gefunden habe: Dirty Dancing ist ein jüdischer Film. Dirty Dancing ist ein politischer Film. Dirty Dancing ist kein Film über die romantische Liebe, sondern über Sex.“ […] „Dirty Dancing, sagt Hannah Pilarczyk, „ist der einzige Frauenfilm, der seine Hauptfigur gut behandelt.“ Und das wollen Millionen von Frauen immer wieder sehen.“

(Anna Sauerbrey / Der Tagesspiegel)

„Ein viertel Jahrhundert nach seinem erscheinen erfährt die vermeintliche Mädchenschmonzette nun eine kritisch-feministische Würdigung – eine nahezu dramatische Wendung im Rezeptionsprozess.“ (Silke Janovski / Frankfurter Rundschau)

„»Dirty Dancing« – ein sozialkritischer Film auf den zweiten, dritten und vierten Blick.“

(Klaus Walter / DRadio Wissen)

„Wortgewaltig unter die Lupe genommen wird dabei nicht nur Babys jüdische Herkunft, sondern auch das feministische Rollenbild, das angeblich durch die Figur der Frances Houseman (Jennifer Grey) maßgeblich geprägt wurde.“

(Christiane Fasching / Tiroler Tageszeitung)

„Allen, die bei dem Satz “Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?” glasige Augen bekommen, liefert der Verbrecher Verlag jetzt spannenden Lesestoff. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Films “Dirty Dancing” haben sich – endlich! – Kulturwissenschaftler des Phänomens angenommen und dazu ein Buch veröffentlicht.“

(Kreuzberg Nachrichten.de)

„… man [muss] einräumen, dass in diesem von Film- und Kulturwissenschaftlern bislang geschmähten Frauenfilm womöglich doch mehr steckt, als es bislang den Anschein hatte. […] Wer sich also seit 1987 fragt, was an diesem Film denn so toll ist, bekommt spätestens hier und jetzt Argumente frei Haus geliefert.“

(Guntram Lenz / mittelhessen.de)

„Der vorliegende Band versucht ein Phänomen ins rechte Licht zu rücken und aus der dunklen Ecke der vermeintlichen Trashs herauszuholen. Oliver Grajewskis Illustrationen, die jeweils vor den einzelnen Texten zu finden sind, zeigen zudem, wie weitreichend Dirty Dancing in Film und Fernsehen aufgegriffen wurde. […] Am besten man schaut sich nach dem Lesen dieser Texte den Film noch ein x-tes Mal an. Man wird ihn wohl völlig anders sehen.“

(Fabian Stiepert / Leipzig-Almanach. Das Online-Feuilleton)

„Denn ‚Dirty Dancing‘ ist weit mehr als der dämliche Tanzfilm, als der er gerne gesehen wird. Das Buch nimmt den Film ernst, in neun Kapiteln beleuchten verschiedene AutorInnen die kulturellen, historischen und psychologischen Dimensionen, mit theoretischem Anspruch.“

(Lisa Goldmann / taz)

„Besonders hervorgehoben und neu bzw. zum ersten Mal beleuchtet werden Themen, die den Teenies der späten Achtziger nicht unbedingt aufgefallen sein dürften, wie z. B. die Fragestellung, wie jüdisch „Dirty Dancing“ ist. […] Kurzum: man sollte „Ich hatte die Zeit meines Lebens“ lesen, auch und vor allem dann, wenn man „Dirty Dancing“ schon immer abgelehnt hat.“

(Christina Mohr / CULTurMAG)

„Der Sammelband “Ich hatte die Zeit meines Lebens” […] zeichnet die unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte des Films nach, geht den jüdischen Spuren und den schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-Genre und unterzieht das alles einer feministisch-kritischen Würdigung, denn Fan muss man nicht sein, um “Dirty Dancing” interessant zu finden.“

(Dorothee Barsch / Missy Magazine)